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Gebäudereport 2026 – Kapitel 1: Gebäudebestand und Bautätigkeit

Stand: September 2026

Gebäudereport

Grafik, mehrere stilisierte Gebäude mit Satteldächern und einem Hochhaus im Hintergrund vor blauem Himmel.

Das erste Kapitel fasst Zahlen, Daten und Fakten verschiedener Akteure im Gebäudesektor zusammen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Wohn- und Nichtwohngebäuden.

Es wird ein fundierter Überblick über die Daten des Gebäudebestands ermöglicht. Anschließend werden Zahlen für Wohngebäude betrachtet, wobei die Fertigstellungen, Abrisse und Genehmigungen dargestellt werden. Abschließend werden Grafiken zu den Nichtwohngebäuden aufgeführt. Anlässlich des dena-Projekts zu Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften (WEG) gibt es eine Diagrammreihe zu WEGs in Deutschland.

Die interaktiven Diagramme bieten direkte Interaktionsmöglichkeiten, z.B. in Bezug auf die Darstellung der Daten, weiterhin besteht die Möglichkeit eines Grafik- sowie Datenexports.

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1.1 Gebäudebestand

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Kernaussagen Abb. 01

  • Im Jahr 2025 lag der Wohngebäudebestand bei rund 19,8 Mio. Gebäuden.
  • Einfamilienhäuser bilden mit rund 13,5 Mio. Gebäuden und einem Anteil von 68 % den größten Teil des Wohngebäudebestandes 2025.
  • Mehrfamilienhäuser stellen mit etwa 3,5 Mio. Gebäuden 18 % des gesamten Gebäudebestands dar. Zweifamilienhäuser entfallen auf die weiteren 14 %, was 2,8 Mio. Gebäuden entspricht.
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Kernaussagen Abb. 02

  • Der Wohngebäudebestand ist von 15,7 Mio. im Jahr 1995 auf 19,8 Mio. im Jahr 2025 kontinuierlich angestiegen. Der Anstieg flacht jedoch deutlich ab: Im Jahr 2025 wurde mit knapp 59.000 der geringste Zuwachs in dem Betrachtungszeitraum gemessen.
  • Der Bestand an Einfamilienhäusern wuchs zwischen 1995 und 2025 kontinuierlich von rund 9,7 auf 13,5 Mio. – fast das gesamte Wachstum im Gebäudebestand ist somit auf diesen Gebäudetypen zurückzuführen.
  • Die Zahl der Mehrfamilienhäuser stieg moderat von 2,8 Mio. im Jahr 1995 auf 3,5 Mio. im Jahr 2025 an. Im Gegensatz dazu sank die Anzahl der Zweifamilienhäuser im gleichen Zeitraum von 3,2 Mio. auf 2,8 Mio. ab.
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Kernaussagen Abb. 03

  • Der Anteil der Baualtersklassen bis 1979 am Gebäude bestand beträgt fast 60 %. Somit wurde ein Großteil der Gebäude im deutschen Gebäudebestand vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet.
  • Wohngebäude, die zwischen den Jahren 1980 bis 1999 gebaut wurden, haben einen Anteil von knapp 21,8 % am Gebäudebestand. Gebäude, die in den letzten 25 Jahren gebaut wurden, machen insgesamt 18,5 % aus.
  • Der überwiegende Teil des Wohngebäudebestands stammt aus Zeiträumen mit niedrigeren energetischen Standards, was die zentrale Bedeutung von Sanierungsmaßnahmen unterstreicht.
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Kernaussagen Abb. 04

  • Der mit 55 % größte Anteil der Wohneinheiten liegt mit rund 24,1 Mio. in Mehrfamilienhäusern. Im Vergleich zum Anteil an den Gebäuden wird hier das Potenzial der Mehrfamilienhäuser deutlich (vgl. Abbildung 02) WE in EFH (31 %) WE in ZFH (13 %).
  • Einfamilienhäuser umfassen 13,5 Mio. Wohneinheiten bzw. 31 % des Bestands.
  • Zweifamilienhäuser tragen mit 5,5 Mio. Wohneinheiten etwa 13 % bei, während Nichtwohngebäude mit Wohnnutzung nur 2 % ausmachen.
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Kernaussagen Abb. 05

  • Die Anzahl der Wohneinheiten stieg zwischen den Jahren 1995 und 2025 von rund 36,0 Mio. auf 44,0 Mio. Dies entspricht einer Steigerung von rund 22 %.
  • Im Vergleich zum Jahr 1995 sind die Ein- und Zweifamilienhäuser für 36 % des Zuwachses verantwortlich. Die Mehrfamilienhäuser haben einen Anteil von 61 % am Wachstum der Wohneinheiten seit 1995.
  • Das Wachstum zeigt, wie relevant die Mehrfamilienhäuser in der Transformation für neuen Wohnraum sind.
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Kernaussagen Abb. 06

  • Der Bestand an Sozialwohnungen sinkt seit 2006 fast kontinuierlich.
  • Im Jahr 2006 lag der Bestand bei rund 2,1 Mio. Wohneinheiten, im Jahr 2025 bei rund 1,0 Mio.
  • Die Sozialbindung von Wohnungen kann in Abhängigkeit vom Bundesland zwischen 12 und 20 Jahren liegen – nach Auslaufen der Sozialbindung wird die Sozialwohnung häufig zu einer normalen Miet- oder Eigentumswohnung und scheidet somit aus dem Bestand der Sozialwohnungen aus.
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Kernaussagen Abb. 07

  • Der Bestand an Sozialwohnungen ist regional unter schiedlich – Hamburg hat mit 43 Sozialwohnungen pro Einwohnenden den höchsten Anteil.
  • Der geringste Wert ist im Saarland mit weniger als einer Sozialwohnung pro 1.000 Einwohnenden zu verzeichnen – es folgen Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit weniger als vier Wohnungen pro 1.000 Einwohnenden.
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Kernaussagen Abb. 08

  • Der größte Anteil des Wohnungsbestands 2025 entfällt auf Wohnungen mit vier Räumen (26 %), gefolgt von Wohnungen mit drei Räumen (23 %). 1 Raum (3,7 %) 2 Räume (11 %) 3 Räume (23 %).
  • Wohnungen mit fünf und mehr Räumen machen zusammen rund 37 % des Bestands aus.
  • Wohnungen mit bis zu zwei Räumen stellen ungefähr 15 % des Bestands dar.
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Kernaussagen Abb. 09

  • Mit rund 1,83 Mrd. m2 Wohnfläche entfällt der größte Anteil mit circa 44 % auf Einfamilienhäuser, womit diese Gebäudekategorie die flächenintensivste Nutzungsform darstellt.
  • Mehrfamilienhäuser (inkl. Wohnheime n) umfassen etwa 1,67 Mrd. m2, also 40 %, während Zweifamilienhäuser rund 13 % der Wohnfläche stellen.
  • Nichtwohngebäude mit Wohnnutzung (NWG) tragen nur zu 2 % der gesamten Wohnfläche bei.
  • Die Konzentration großer Wohnflächen im EFH-Segment unterstreicht dessen hohe Relevanz für die Reduktion von Energie- und Flächenverbrauch im Zuge der angestrebten Klimaneutralität des Gebäudesektors.
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Kernaussagen Abb. 10

  • Die Gesamtwohnfläche in Deutschland nahm zwischen den Jahren 1995 und 2025 kontinuierlich zu. Insbesondere Einfamilienhäuser verzeichnen mit einem Wachstum von 62 % die größte Zunahme.
  • Die Wohnfläche in Mehrfamilienhäusern (inkl. Wohnheimen) stieg zwischen den Jahren 1995 und 2025 von 1,26 Mrd. m2 auf 1,67 Mrd. m2 – ein Wachstum von circa 33 %.
  • Ab dem Jahr 2020 ist ein besonders starker Anstieg der Wohnfläche bei Einfamilienhäusern zu verzeichnen. Innerhalb von nur fünf Jahren (2020–2025) stieg die Fläche von 1,66 Mrd. m2 auf 1,83 Mrd. m2 – ein Wachstum von circa 10 %.
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Kernaussagen Abb. 11

  • Die Wohnfläche pro Person stieg von 34,8 m2 im Jahr 1990 auf 49,5 m2 im Jahr 2025 – ein Zuwachs von rund 42 %.
  • Seit 1990 entspricht diese Entwicklung einem durch schnittlichen jährlichen Anstieg von 0,42 m2 pro Person im Betrachtungszeitraum.
  • Während die Bevölkerung seit 1990 nur um 4,6 % gewachsen ist, stieg die Wohnfläche um 49 %.

1.2 Wohnungs­eigentümergemeinschaften

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Kernaussagen Abb. 12

  • Baden-Württemberg (35,4 %), Bayern (25,6 %) und Nordrhein-Westfalen (22,5 %) haben den größten Anteil an Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften in Deutschland.
  • Mit 7,2 % hat Brandenburg den geringsten Anteil an Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.
  • Bremen weist mit 24,3 % den höchsten Anteil bei den Stadtstaaten auf.
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Kernaussagen Abb. 13

  • Mit rund 51 % wird der höchste Anteil zu Wohnzwecken vermietet.
  • Danach folgt der Anteil an Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften, die selbst bewohnt sind (45 %).
  • 4,3 % der Wohnungen stehen leer und sind privat genutzte Ferien- oder Freizeitwohnungen.
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Kernaussagen Abb. 14

  • Mit 684.440 Gebäuden entfällt der größte Anteil der Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften auf Gebäude aus den Baujahren 1949–1978.
  • 100.000 WEG-Gebäude wurden seit 2011 gebaut.
  • Gebäude vor 1949 machen zusammen knapp 21 % der Wohneinheiten aus. Damit wird deutlich, dass ein großer Teil des WEG-Bestands in älteren Gebäuden liegt.
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Kernaussagen Abb. 15

  • Der größte Anteil der Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften hat zwei bis sechs Wohnungen, kleine Mehrfamilienhäuser dominieren in diesem Segment des Gebäudebereichs.
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Kernaussagen Abb. 16

  • Der größte Anteil der Wohnungen wird mit einer Gaszentralheizung beheizt (37 %).
  • Eine Wärmepumpe ist in 7 % der Wohnungen verbaut.

1.3 Wohngebäude

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Kernaussagen Abb. 17

  • Im Jahr 2025 wurden rund 48.700 Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 10.200 Mehrfamilienhäuser fertiggestellt.
  • Dies entspricht einem Rückgang um 23 % bei Ein- und Zweifamilienhäusern und 20 % bei Mehrfamilienhäusern im Vergleich zum Vorjahr.
  • 2025 wurde ein Abgang von rund 3.200 Wohngebäuden verzeichnet – das waren 6 % weniger abgerissene Gebäude als im Vorjahr.
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Kernaussagen Abb. 18

  • Im Jahr 2025 wurden insgesamt rund 176.000 Wohneinheiten fertiggestellt – damit circa 45.000 Wohneinheiten bzw. 20 % weniger als 2024.
  • Davon entfallen 117.020 Wohneinheiten auf Mehrfamilienhäuser, 55.590 auf Ein- und Zweifamilienhäuser und 3.257 Wohneinheiten auf Nichtwohngebäuden.
  • Die Zahl der fertiggestellten Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern sank 2025 um 19 %, in Nichtwohngebäuden um 32 % und in Ein- und Zweifamilienhäusern um 23 %.
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Kernaussagen Abb. 19

  • Die fertiggestellte Wohnfläche in Deutschland belief sich im Jahr 2025 auf rund 16,7 Mio. m2 – 1993 lag diese noch bei 36,1 Mio. m2.
  • Auf Ein- und Zweifamilienhäuser entfallen rund 8 Mio. m2 – was einem Rückgang um 23 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
  • Der größte Anteil entfällt auf Mehrfamilienhäuser mit rund 8,5 Mio. m2 – das entspricht einem Rückgang von 19 % im Vergleich zum Jahr 2024.
  • Demgegenüber steht der Abgang von knapp 1,0 Mio. m2 Wohnfläche, davon rund 250.000 m2 in Nichtwohngebäuden.
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Kernaussagen Abb. 20

  • Private Bauherren und Wohnungsbauunternehmen waren 2025 die größten Auftraggeber von Wohngebäuden mit insgesamt rund 149.000 Wohneinheiten – das sind zusammen 86 % aller fertiggestellten Wohneinheiten.
  • Die nächstgrößten Auftraggeber waren mit 5,5 % Unter nehmen des Handels und mit 4,6 % öffentliche Bauherren.
  • Mit 7.913 fertiggestellten Wohnungen ist die Zahl der von öffentlichen Bauherren errichteten Wohnungen im Jahr 2025 im Vergleich zum Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2001 um mehr als das Vierfache gestiegen.
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Kernaussagen Abb. 21

  • Bis in das Jahr 2000 lag der Anteil der Wärmepumpe bei unter 1 %, seitdem gibt es einen kontinuierlichen Anstieg auf 74 % im Jahr 2025. Damit sind Wärmepumpen der wichtigste Energieträger bei fertiggestellten Wohngebäuden.
  • Drei von vier fertiggestellten Wohngebäuden wurden 2025 mit einer Wärmepumpe beheizt – 2021 war es jedes zweite Gebäude. Die Entwicklung zugunsten von Wärmepumpen hat sich deutlich beschleunigt.
  • Gas war über Jahrzehnte der dominierende Energieträger im Neubau – von 74 % im Jahr 2000 sank der Anteil auf 11 % im Jahr 2025. Öl und Kohle sind mit jeweils weniger als 1 % kaum noch von Bedeutung.
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Kernaussagen Abb. 22

  • 2025 lag die durchschnittliche Wohnungsgröße im Neubau bei rund 155 m2 in Einfamilienhäusern – 113 m2 in Zweifamilienhäusern und 75 m2 in Mehrfamilienhäusern.
  • Seit 1993 ist dies ein durchschnittlicher Anstieg der Wohnfläche um 19 % bei Einfamilienhäusern und um 15 % bei Zweifamilienhäusern.
  • Ab 1993 stieg die Wohnungsgröße der Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern leicht an – von 69 m2 (1993) auf 75 m2 (2025) – nach einem Höchststand von 82,8 m2 im Jahr 2015 sind die Wohnungsgrößen seitdem um 10 % gesunken.
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Kernaussagen Abb. 23

  • Der Durchschnitt lag bei 1,6 Wohneinheiten je Wohngebäude bei privaten Bauherren.
  • Bei Wohnungsbauunternehmen, Immobilienfonds und Unternehmen des Handels lag dieser Wert zwischen 7,3 und 7,5 WE/WG.
  • Die meisten Wohneinheiten pro Wohngebäude wurden von der öffentlichen Hand mit 16,1 WE/WG gebaut.
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Kernaussagen Abb. 24

  • In Deutschland wurden im Jahr 2025 3.244 Wohngebäude abgerissen.
  • Den größten Anteil mit 40 % stellen Gebäude, die zwischen 1949 und 1978 erbaut wurden.
  • Insgesamt wurden 76 % aller abgerissenen Gebäude vor 1978 und damit vor der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet.
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Kernaussagen Abb. 25

  • Mit einem Anteil von 57 % war der Neubau bzw. Ersatzneubau der häufigste Grund für den Abgang von Wohngebäuden.
  • Mit 23 % war eine Nutzungsänderung der zweithäufigste Grund für einen Wohngebäudeabriss.
  • Die Schaffung von Freiflächen war für 7 % der Abrisse verantwortlich.
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Kernaussagen Abb. 26

  • Im Jahr 2025 wurden rund 62.200 Wohngebäude genehmigt.
  • Besonders deutlich ist dabei das Wachstum bei den Baugenehmigungen von Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern inkl. Wohnheimen mit jeweils 17 und 8,7 %.
  • Dies ist die erste positive Entwicklung bei den Baugenehmigungen seit 2022 und zeigt eine Trendwende – insgesamt wurde ein Anstieg von fast 14 % verzeichnet.
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Kernaussagen Abb. 27

  • 2025 wurden rund 62.000 Wohngebäude genehmigt – 83 % davon mit einer Wärmepumpe. Im Jahr 2012 lag der Anteil noch bei 33 %. Die Rahmenbedingungen und politischen Anreize haben diesen Aufschwung begünstigt.
  • Der zweithäufigste Energieträger bei der Genehmigung von Wohngebäuden ist mit knapp 8 % Fernwärme – insgesamt wurden 4.753 Gebäude mit diesem Energieträger genehmigt.
  • Den drittgrößten Anteil machen mit 4 % die Gebäude aus, die mit Biomasse und „Sonstigem“ als primärem Energieträger beheizt werden.
  • Im Jahr 2012 war Gas mit 50 % der dominierende Energieträger – bis 2025 sank dieser Anteil auf fast 2 % – Gas verliert im Neubau zunehmend an Bedeutung.
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Kernaussagen Abb. 28

  • Nachdem die Anzahl der Baugenehmigungen von Wohneinheiten 2024 auf einen Tiefstand gefallen ist, stieg diese 2025 zum ersten Mal seit 2021 wieder an.
  • 2025 erreichte die Zahl der fertiggestellten Wohneinheiten den niedrigsten Stand des betrachteten Zeitraums.
  • Da im Jahr 2025 wieder mehr Baugenehmigungen als Baufertigstellungen verzeichnet wurden, stieg der Bauüberhang leicht an.

1.4 Nichtwohngebäude

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Kernaussagen Abb. 29

  • 2011 lag die Zahl der fertiggestellten Nichtwohngebäude bei rund 28.500 – im Jahr 2025 bei rund 19.300.
  • Seit 1993 ist die Anzahl der fertiggestellten beheizten Nichtwohngebäude um 60 % eingebrochen – 2025 wurden knapp 8.500 beheizte Nichtwohngebäude gebaut.
  • Die Anzahl der abgerissenen Nichtwohngebäude ist über die Jahre rückläufig – im Jahr 1995 lag diese bei circa 21.000, im Jahr 2025 wurden nur noch 6.300 Nichtwohngebäude abgerissen.
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Kernaussagen Abb. 30

  • Die jährlich fertiggestellte Nutzfläche in Nichtwohngebäuden ist von 36,4 Mio. m2 im Jahr 1993 auf 22,2 Mio. m2 im Jahr 2025 gesunken – ein Rückgang von 39 %.
  • Entsprechend sank die abgerissene Nutzfläche in Nichtwohngebäuden von 9,5 Mio. m2 auf 1,1 Mio. m2.
  • Der Abgang von insgesamt 1,1 Mio. m2 Nutzfläche stellt den niedrigsten Wert im Betrachtungszeitraum dar – im Vergleich zum Jahr 1998 entspricht dies einer Reduktion um 90 %.
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Kernaussagen Abb. 31

  • Die häufigsten Auftraggeber beim Neubau von Nichtwohngebäuden sind Unternehmen – im Jahr 2025 lag die Anzahl der durch Unternehmen beauftragten Nichtwohngebäude bei rund 11.800 Fertigstellungen.
  • Die Fertigstellungen durch das produktive Gewerbe sind seit 2001 von 7.246 auf 3.214 gesunken – dies entspricht einem Rückgang von 56 %.
  • Der Anteil von privaten Bauherren an allen fertiggestellten Nichtwohngebäuden ist auf 24 % angestiegen.
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Kernaussagen Abb. 32

  • Die am häufigsten fertiggestellten Nichtwohngebäude sind Warenlagergebäude – im Jahr 2025 erreichten diese einen Anteil von 23 % an den fertiggestellten Nichtwohngebäuden.
  • Die Anzahl der fertiggestellten Büro- und Verwaltungsgebäude sank von 3.172 im Jahr 2002 auf 1.350 im Jahr 2025, während die Zahl der Fabrik- und Werkstattgebäude von 5.562 auf 2.275 zurückging.
  • Die Nutzungsarten mit den niedrigsten Baufertigstellungen waren Anstaltsgebäude mit 327 Gebäuden sowie Hotels und Gaststätten mit insgesamt 448 Gebäuden.
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Kernaussagen Abb. 33

  • Der Anteil von Wärmepumpen stieg im Jahr 2025 auf 45 % – sie sind die am häufigsten eingesetzte Heizungsart im Neubau von Nichtwohngebäuden.
  • Der Anteil von Gasheizungen sank im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozentpunkte auf 19 %. Auch Öl macht mit 1 % nur noch einen geringen Teil aus.
  • Der Anteil von Fernwärme nahm im betrachteten Zeitraum deutlich zu. Im Jahr 1993 wurden keine Nichtwohngebäude im Neubau mit Fernwärme beheizt – im Jahr 2025 sind es hingegen mehr als 15 %.
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Kernaussagen Abb. 34

  • Die Verteilung der Energieträger in Nichtwohngebäuden ist stark von der Nutzungsart des Gebäudes abhängig. Mit jeweils knapp 60 % weisen Handelsgebäude sowie Büro- und Verwaltungsgebäude die höchsten Anteile an erneuerbaren Energien bei ihrer Beheizung auf.
  • Der höchste Anteil fossiler Energieträger findet sich hin gegen mit rund 24 % bei Hotels und Gaststätten sowie Anstaltsgebäuden.
  • Landwirtschaftliche Betriebsgebäude sind mit bis zu 93 % am häufigsten unbeheizt – darauf folgen sonstige nicht landwirtschaftliche Betriebsgebäude mit 85 % und Warenlagergebäude mit 67 %.
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Kernaussagen Abb. 35

  • Die größte durchschnittliche Nutzfläche je fertiggestelltes Nichtwohngebäude liegt mit 2.150 m2 bei den Anstaltsgebäuden – gefolgt von Büro- und Verwaltungsgebäuden mit 1.779 m2.
  • Die geringste Nutzfläche je fertiggestelltes Nichtwohngebäude entfällt mit etwas über 588 m2 auf „sonstige nicht landwirtschaftliche Betriebsgebäude“.
  • Die durchschnittliche Fläche aller fertiggestellten Nichtwohngebäude liegt bei knapp 1.340 m2.
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Kernaussagen Abb. 36

  • Die Anzahl der Abrisse von Nichtwohngebäuden lag 2025 bei 6.344 Gebäuden. Den größten Anteil, mit 28 %, hatten dabei Gebäude, die zwischen 1949 und 1978 erbaut wurden.
  • Der Anteil an abgerissenen Nichtwohngebäuden, die bis 1978 erbaut wurden, liegt bei 45 %.
  • Im Jahr 2025 wurden 16,3 % der Abrisstätigkeiten an Gebäuden umgesetzt, die nach 1990 erbaut wurden.
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Kernaussagen Abb. 37

  • In 63 % der Fälle war eine Nutzungsänderung der Grund für den Abriss von Nichtwohngebäuden. Den zweitgrößten Anteil mit 13 % hatte der Ersatzneubau von Nichtwohngebäuden – der Ersatzneubau von Wohngebäuden hatte einen Anteil von 12 %.
  • Die Schaffung von Freiflächen war für 6 % aller Abrisse verantwortlich.
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Kernaussagen Abb. 38

  • Sowohl bei beheizten als auch bei unbeheizten Nichtwohngebäuden ist seit 2012 ein insgesamt rückläufiger Trend erkennbar.
  • Die Anzahl der Baugenehmigungen für beheizte und unbeheizte Nichtwohngebäude sank im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 %.
  • Die Zahl von Baugenehmigungen für Nichtwohngebäude lag im Jahr 2025 bei rund 21.000 – dies ist der geringste Wert im Betrachtungszeitraum.
Grafik, Abbildung mehrerer unterschiedlicher Diagrammtypen als Vorschaubild

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Kernaussagen Abb. 39

  • Im Jahr 2025 steigt der Anteil der Wärmepumpe weiter auf 56 % an. Dieser Anteil hat sich seit 2012 mehr als vervierfacht und seit 2020 mehr als verdoppelt.
  • Gas war bis zum Jahr 2022 der dominierende Energieträger. Im Jahr 2025 erreichte dieser Energieträger nur noch einen Anteil von 9 %.
  • Seit 2023 ist die Wärmepumpe mit 39 % der dominieren de Energieträger bei den Baugenehmigungen von Nichtwohngebäuden.

Kapitelverzeichnis

Grafik, Darstellung von drei Gebäuden in unterschiedlichen Blautönen vor orangefarbenem Hintergrund.
Gebäudereport

Kapitel 2: Baustoffe

Kapitel 2 liefert eine Aufstellung zu verwendeten Baustoffen in Wohn- und Nichtwohngebäuden. Darüber hinaus finden sich hier aktuelle Absatzzahlen im Bausektor.

Mehr erfahren
Grafik, Fassade eines modernen Gebäudes mit vertikalen, gelben Lamellen vor blauem Himmel.
Gebäudereport

Kapitel 3: Gebäudetechnik

Im Kapitel 3 werden Daten zur Beheizungsstruktur und den Absatzzahlen für Wärmeerzeuger und für weitere technische Gebäudeausrüstung aufgeführt.

Mehr erfahren
Grafik, drei Windräder vor einem Strommast mit Hochspannungsleitungen und einem gelben Gebäude mit Solarpanel auf dem Dach.
Gebäudereport

Kapitel 4: Energie

Kapitel 4 gibt einen Überblick über den Energieverbrauch in Deutschland, sowie über die Entwicklung und Zusammensetzung des Verbrauchs von Wärme und Strom.

Mehr erfahren
Grafik, drei stilisierte Gebäude in unterschiedlichen Höhen, eines davon als schwebendes Haus an einem Seil.
Gebäudereport

Kapitel 5: Bauwirtschaft und Förderungen

In Kapitel 5 wird die Entwicklung der Bauwirtschaft und Baukosten dargestellt. Zudem werden die Daten zu den Förderungen im Gebäudebereich aufgeschlüsselt.

Mehr erfahren
Grafik, Darstellung von zwei hohen, rechteckigen Schornsteinen und einem Gebäudeteil vor orangefarbenem Hintergrund.
Gebäudereport

Kapitel 6: Dekarbonisierung

Im Kapitel 6 werden die Treibhausgasemissionen in den jeweiligen Sektoren und die Entwicklung der Treibhausgasemissionen dargestellt.

Mehr erfahren

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