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Wirtschaftliche Aspekte des GModG: Planung, Förderung und Nachweise

Stand: Oktober 2026
Foto, Eine Person mit einem blauen Hemd tippt auf einem Laptop. Auf dem Tisch liegen Pläne, Dokumente und Schreibutensilien. Eine Tasse steht neben dem Laptop.

Das Gebäudemodernisierungsgesetz hat nicht nur technische, sondern auch ökonomische Auswirkungen.

Für Fachleute bedeutet das, die Beratung im Kundengespräch derart zu gestalten, das Hausbesitzende ihre Investitionsentscheidungen eng mit Förderbedingungen, Wärmeplanung und Nachweispflichten verzahnen können.

Daher sollten Fachleute auf die folgend aufgelisteten Chancen und Risiken eingehen.

1. Vorausschauende Planung

Die Vorgabe in § 43 GModG sagt aus, dass neu eingebaute Heizungen, die mit Gas, Heizöl oder Flüssiggas betrieben werden, einen zunehmenden Anteil von klimaneutralen Brennstoffen verwenden müssen. Dies erfordert eine vorausschauende Planung. Welche technischen Optionen zulässig sind, erläutern die begleitenden Factsheets zur Wärmeerzeugung mit erneuerbaren Energien auf der Artikelseite „Erneuerbare Wärme in Gebäuden – Ein- und Zweifamilienhäuser".

Artikel

Erneuerbare Wärme in Gebäuden

GModG ersetzt das GEG: Keine 65%-EE-Pflicht mehr, sondern eine Biotreppe mit gestaffelten Anforderungen an klimaneutrale Brennstoffe. Öl- und Gasheizungen bleiben unter Bedingungen nutzbar. Heizungssysteme für Ein- und Zweifamilienhäuser im Überblick.

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2. Förderfähigkeit

Eine frühzeitige Planung erleichtert die Kombination von Sanierungen mit Fördermitteln wie der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sowie mit weiteren Finanzierungsinstrumenten. Instrumente wie der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) helfen, Maßnahmen zu bündeln und Nachweise systematisch zu erfassen.

Artikel

Förderprogramme für Gebäude

Für den Neubau oder die energetische Sanierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden stehen, je nach geplanter Maßnahme, Förderungen in Form von Zuschüssen oder Krediten zur Verfügung.

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Themenbereich

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP)

Der iSFP für Wohngebäude ist ein Beratungsbericht, der die Ergebnisse und Empfehlungen einer Energieberatung anschaulich visualisiert und gut verständlich darstellt. Er eignet sich für die Schritt-für-Schritt- genauso wie für eine Gesamtsanierung.

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3. Nachrüstkosten

Maßnahmen, die nur kurzfristige Mindestanforderungen erfüllen, bergen das Risiko zusätzlicher Investitionen bei künftigen Vorgaben. Eine konsequente Betrachtung der langfristigen Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen schafft Klarheit zu Investitionen, Einsparungen sowie Nutzen und unterstützt Bauherrinnen und Bauherren dabei, informierte Entscheidungen zu treffen.

Themenbereich

Wirtschaftlichkeit von energetischen Sanierungen

Ob eine energetische Sanierungsmaßnahme tatsächlich umgesetzt wird, hängt maßgeblich von ihrer Wirtschaftlichkeit ab. Generell können Investitionen in unterschiedlichem Umfang und Finanzierungen über verschiedene Wege erfolgen.

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4. Nachweispflichten

Für Förderungen und Finanzierungen werden zunehmend detaillierte Angaben zu CO2-Einsparung, Primärenergiebedarf oder Taxonomie-Konformität verlangt. Damit steigt der Dokumentationsaufwand in der Praxis.

Einen Überblick zu bestehenden Nachweisverpflichtungen des GModG 2026 bietet der Artikel „Nachweispflichten im GModG 2026".

Artikel

Nachweispflichten im GModG 2026

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) 2026 regelt Nachweispflichten für Einbau, Betrieb und Austausch von Heizungsanlagen – einschließlich Smart Meter, blauer Wasserstoff, Betriebskosten und Energieausweise.

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5. Standortgerechte Lösungen

Technologische Lösungen für einzelne Gebäude sind oft eine gute Option für neue Heizungen. Aber erst mit der kommunalen Wärmeplanung ist eine standortspezifische Entscheidung möglich. Der Ausbau von Fernwärme- oder Wasserstoffnetzen kann eine weitere Option sein. Auch kommunale Satzungen, die eine Benutzungspflicht beinhalten, können entscheidend für die Wahl der Heizung sein. Erst dann lässt sich die wirtschaftlichste Lösung vorausschauend planen.

Der interaktive Wärmewendeatlas des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW) bietet einen Überblick zu Kommunen, die bereits einen Wärmeplan erstellt haben oder diesen gerade erarbeiten.

zum KWW-Wärmewendeatlas

Weitere Informationen zur kommunalen Wärmewende

Das Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) bietet deutschlandweit Orientierung und Know-how im Feld der kommunalen Wärmewende. Das KWW liefert dafür verlässliche Informationen zur kommunalen Wärmeplanung, Know-how aus der Praxis und entsprechende Beratungsmaterialien.

Downloads und Tools

  • Gesetze

    GModG - Gebäudemodernisierungsgesetz - Lesefassung

    Konsolidierte Lesefassung des Gesetzes zur Einsparung von Energie und zur Modernisierung der Wärmeversorgung in Gebäuden (Gebäudemodernisierungsgesetz - GModG) vom 23.07.2026

    Stand: Juli 2026

    PDF 442 KB

  • Gesetze

    WPG - Wärmeplanungsgesetz

    Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz - WPG) vom 20.12.2023

    Stand: Dezember 2023

    PDF 166 KB

  • Praxishilfen

    BAFA-Förderkompass 2026

    Der Förderkompass 2026 bietet eine kompakte und übersichtliche Orientierung über die wichtigsten Förderprogramme, die das BAFA im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWE) und des Bundesumweltministeriums (BMUKN) administriert.

    Stand: Juli 2026

    PDF 69 MB

  • Factsheets

    Factsheet iSFP / Basics / Grundlegendes

    Kurz und knapp erklärt: Was ist ein iSFP und was ist der Unterschied zu einem herkömmlichen Beratungsbericht?

    Stand: Juli 2026

    PDF 475 KB

  • Toolbox

    Förderdatenbank

    Überblick über aktuelle Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union

  • Toolbox

    Wärmepumpenrechner

    Das Online-Tool „Wärmepumpenrechner" liefert auf der Basis weniger Eingaben eine Einschätzung zur Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe im konkreten Gebäude.

  • Toolbox

    Wärmepumpen Betriebskosten-Rechner

    Interaktives, wissenschaftlich fundiertes Online-Tool zur individuellen Berechnung der Betriebskosten verschiedener Heizsysteme. HEAT PUMPS WATCH gGmbH

  • Toolbox

    BBSR-Berechnungstool Wirtschaftlichkeit

    Mit dem Excel-basierten Berechnungstool kann die Wirtschaftlichkeit von energetischen Modernisierungsmaßnahmen an Außenwänden, Steildächern, obersten Geschossdecken, Kellerdecken und Fenstern von bestehenden Wohngebäuden abgeschätzt werden.

    XLSX 219 KB

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