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Gebäudereport 2026 – Kapitel 6: Dekarbonisierung

Stand: Mai 2026
Grafik, Darstellung von zwei hohen, rechteckigen Schornsteinen und einem Gebäudeteil vor orangefarbenem Hintergrund.

Im sechsten Kapitel werden relevante Entwicklungen und Hintergründe von Emissionen im Gebäudesektor behandelt. Zudem werden Abbildungen für die Zielerreichung aufgeführt. Neu hinzugekommen sind Daten zum Stand der kommunalen Wärmeplanung sowie eine detaillierte Zensus-Datenauswertung zur Verteilung der überwiegend genutzten Energieträger in Deutschland.

Die interaktiven Diagramme bieten direkte Interaktionsmöglichkeiten, z.B. in Bezug auf die Darstellung der Daten, weiterhin besteht die Möglichkeit eines Grafik- sowie Datenexports.

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6.1 Emissionen

Grafik, Abbildung mehrerer unterschiedlicher Diagrammtypen als Vorschaubild

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Kernaussagen Abb. 102

  • Seit 1990 hat Deutschland seine klimaschädlichen Emissionen um 48 % reduziert.
  • Die Treibhausgasemissionen insgesamt haben sich 2025 im Vergleich zu 2024 jedoch kaum verändert – insgesamt wurden 649 Mio. t. CO2-Äq. ausgestoßen (-0,1 %).
  • Die größten Einsparungen bei den Emissionen wurden im Industriesektor erzielt. In den Sektoren Verkehr und Gebäude sind die Emissionen hingegen im Jahr 2025 angestiegen.
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Kernaussagen Abb. 103

  • Der Gebäudesektor verursachte 2025 103,4 Mio. t. CO2-Äq. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg um 3,4 %.
  • Der Anstieg ist unter anderem auf witterungsbedingte Einflüsse zurückzuführen - er ging mit einer Zunahme des Gasverbrauchs um 8 % einher.
  • Die privaten Haushalte machen mit 77 % den höchsten Anteil im Gebäudesektor aus. 22 % der Emissionen entfallen auf die Gebäude im GHD-Bereich und unter 1 % auf das Militär.
  • Die Gesamtemissionen des Gebäudesektors sanken von 210 Mio. t CO2-Äq. (1990) auf 103,4 Mio. t CO2-Äq. (2025) und damit um rund 49 %.
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Kernaussagen Abb. 104

  • CO2 ist mit einem Anteil von über 99 % das dominierende Treibhausgas, während CH4 und N2O in den letzten Jahren nur eine geringe, aber stabile Rolle spielen.
  • Die CO2-Emissionen der privaten Haushalte sanken von 128,6 Mio. t im Jahr 1990 auf 78,5 Mio. t im Jahr 2025 und damit um rund 39 %.
  • Im Jahr 1990 waren die privaten Haushalte für 61 % der CO2-Emissionen verantwortlich – bis 2025 stieg der Anteil der privaten Haushalte an den Gebäudeemissionen auf 76 % an.
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Kernaussagen Abb. 105

  • In den Jahren 2017 bis 2023 verzeichneten die Preise einen deutlichen Anstieg und sind bis auf 85,3 € pro t CO2-Äquivalent angestiegen.
  • Nach dem Höchstwert im Jahr 2023 und der darauffolgenden Senkung um 22 % im Jahr 2024 stieg der CO2-Preis im Jahr 2025 erneut auf 75 € pro t CO2-Äquivalent.
  • Obwohl es bis Mitte Januar 2026 zu einer Preissteigerung auf circa 95 € kam, ist der Preis bis Ende Februar 2026 auf 73 € gesunken. Insgesamt ergibt sich ein durchschnittlicher Wert von 82 € pro t CO2-Äquivalent für Januar und Februar 2026.

6.2 Zielerreichung

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Kernaussagen Abb. 106

  • Gasbeheizte Ein- und Zweifamilienhäuser stellen den größten Anteil an den vorherrschenden Energieträgern dar, insbesondere der Norden und Nordwesten sind stark von Gas geprägt.
  • Richtung Süden und Südosten wird der Energieträger Heizöl (inkl. Kohle) immer präsenter – im Norden und in Richtung Osten dominiert er nur vereinzelt.
  • Erneuerbare und Sonstige bestehen aus: Holz und Holzpellets, Solarthermie, Geothermie, Wärmepumpen, Strom und Sonstiges (keine Energieträger etc.).
  • Fernwärme ist bei der Beheizung des Gebäudetyps Einfamilienhaus deutlich weniger stark vertreten als bei Mehrfamilienhäusern. Dennoch gibt es vereinzelt Gemeinden, in denen bei Ein- und Zweifamilienhäusern die Fernwärmeanschlüsse überwiegen.
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Kernaussagen Abb. 107

  • Der Status Quo: In etwa 9.974 Gemeinden, in denen 73 Mio. Menschen leben, ist der überwiegende Energieträger bei Mehrfamilienhäusern entweder Gas oder Heizöl (inkl. Kohle).
  • Dagegen sind in ca. 777 Gemeinden, in denen unter 9 Mio. Menschen leben, erneuerbare oder fernwärmegetriebene Energieträger vorherrschend.
  • Regionale Verteilung: Während Wohnungen im Norden und Westen überwiegend mit Gas und Heizöl beheizt werden, liegen im Osten und Süden die Wohnungen, die vorwiegend mit Fernwärme oder erneuerbare Energien beheizt werden.
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Kernaussagen Abb. 108

  • In 8.319 Gemeinden, in denen 23 Mio. Menschen leben, entspricht die Bevölkerungsdichte unter 250 Einwohner pro km2. In diesen Gemeinden beträgt der Anteil an Wohnungen mit Fernwärme unter 20 %.
  • Es gibt 1.846 Gemeinden, in denen 37 Mio. Menschen leben. Die Bevölkerungsdichte entspricht dort über 250 Einwohner pro km2. In diesen Gemeinden liegt der Anteil der Wohnungen mit Fernwärmebeheizung unter 20 %.
  • Dem stehen 229 Gemeinden gegenüber, in denen 19,8 Mio. Menschen leben und die eine Bevölkerungsdichte von über 250 Einwohner pro km2 haben. In diesen Gemeinden sind mindestens 20 % der Wohnungen an ein Fernwärmenetz angebunden.
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Kernaussagen Abb. 109

  • Die Kommunale Wärmeplanung ist ein zentrales Instrument, um im Gebäudebereich Planungssicherheit zu schaffen und die Erreichung der Klimaneutralität bis 2045 zu unterstützen.
  • Mit Stand April haben rund 56 % der großen Kommunen mit über 100.000 Einwohnenden ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen, weitere 44 % befinden sich im Prozess. Bis zum 30.06.2026 müssen die Wärmepläne in diesen Gemeinden erstellt sein.
  • Auch mittlere Kommunen sind weit fortgeschritten: 84 % der Städte und Gemeinden mit 10.000 bis 100.000 Einwohnenden haben ihre Wärmeplanung bereits begonnen oder abgeschlossen.
  • 49 % der kleinen Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnenden sind im Prozess oder haben ihn abgeschlossen.
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Kernaussagen Abb. 110

  • Nach dem Klimaschutzgesetz (KSG) sollen die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2030 sektorübergreifend um mindestens 65 % gegenüber 1990 reduziert werden.
  • Die Jahresemissionsmengen zeigen die rechnerischen Ziele auf, um die Klimaziele aus dem KSG zu erreichen. Der Gebäudesektor verfehlt demnach die kumulierten Jahresemissionsmengen von 2021 bis 2030 um 110 Mio. t CO2-Äq.
  • Die Projektionsdaten basieren auf dem Stand von Ende November 2025. Daher berücksichtigen sie nicht die nachfolgenden politischen Entwicklungen oder aktuellen Ereignisse, die Einfluss auf die Treibhausgasemissionen haben könnten.

Kapitelverzeichnis

Grafik, mehrere stilisierte Gebäude mit Satteldächern und einem Hochhaus im Hintergrund vor blauem Himmel.

Kapitel 1: Gebäudebestand und Bautätigkeit

Kapitel 1 liefert einen fundierten Überblick zu Daten im Gebäudebestand. Außerdem werden Zahlen für Wohngebäude und Nichtwohngebäude dargestellt. Im Updatebericht April wurden Zahlen zu den Baugenehmigungen aktualisiert.

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Grafik, Darstellung von drei Gebäuden in unterschiedlichen Blautönen vor orangefarbenem Hintergrund.

Kapitel 2: Baustoffe

Kapitel 2 liefert eine Aufstellung zu verwendeten Baustoffen in Wohn- und Nichtwohngebäuden. Darüber hinaus finden sich hier aktuelle Absatzzahlen im Bausektor. In Kapitel 2 gab es im Updatebericht April keine Aktualisierung.

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Grafik, Fassade eines modernen Gebäudes mit vertikalen, gelben Lamellen vor blauem Himmel.

Kapitel 3: Gebäudetechnik

Im Updatebericht April wurden die Absatzzahlen für Wärmeerzeuger, Solarstromspeicher und Strommesseinrichtungen aktualisiert. Darüber hinaus werden amtliche Daten aus dem Marktstammdatenregister zur gebäudenahen Photovoltaik fortgeschrieben.

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Grafik, drei Windräder vor einem Strommast mit Hochspannungsleitungen und einem gelben Gebäude mit Solarpanel auf dem Dach.

Kapitel 4: Energie

Kapitel 4 gibt einen Überblick über den Energieverbrauch in Deutschland sowie über die Entwicklung und Zusammensetzung des Verbrauchs von Wärme und Strom. Im April-Update wurden die Grafiken zur Entwicklung und Verfügbarkeit der Erneuerbaren aktualisiert.

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Grafik, drei stilisierte Gebäude in unterschiedlichen Höhen, eines davon als schwebendes Haus an einem Seil.

Kapitel 5: Bauwirtschaft und Förderungen

In Kapitel 5 wird die Entwicklung der Bauwirtschaft und Baukosten dargestellt. Zudem werden die Daten zu den Förderungen im Gebäudebereich aufgeschlüsselt. Im April-Update wurden Zahlen vom Statistischen Bundesamt sowie der Fördermittelgeber aktualisiert.

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