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Die Gebäudehülle als Gemeinschaftseigentum sanieren

Stand: November 2025

WEG-Praxisguide

Foto, Handwerker in weißem T-Shirt und grauer Hose arbeitet auf einem Gerüst an der Fassade eines Hauses mit rotem Ziegeldach und Solarpanel.

Gedämmte Kellerdecken, Fassaden und Dachflächen oder oberste Geschossdecken sowie neue Fenster verbessern den Wärmeschutz und senken den Energieverbrauch im Gebäude deutlich. Hier unterscheiden sich Gebäude im Besitz einer WEG nicht von anderen Mehrfamilienhäusern. Da die genannten Bauteile zum Gemeinschaftseigentum (§ 5 II WEG) gehören, müssen die WEG-Mitglieder diese Maßnahmen gemeinsam beschließen.

Gemeinsam und zukunftsorientiert über Gemeinschaftseigentum entscheiden

Einen Konsens zu finden, fällt dann schwer, wenn die Notwendigkeit einer Maßnahme unterschiedlich wahrgenommen wird. Selbstnutzende profitieren stärker von Betriebskostenreduzierungen als Vermietende. Zudem hat ein WEG-Mitglied, das eine Erdgeschosswohnung bewohnt, ein größeres Interesse an der Kellerdeckendämmung und dem damit verbundenen Komfortgewinn als eine Eigentümerfamilie im Obergeschoss.

Laut BAFA-Förderstatistik gehören Maßnahmen an der Gebäudehülle, wie der Austausch alter Fenster, zu den beliebtesten Einzelmaßnahmen. In einer WEG ist jedoch Folgendes zu beachten: Die Innenseite der Fenster, einschließlich Anstrich, Griffe und Fensterbänke, kann zum Sondereigentum gehören, während die Außenseite stets Gemeinschaftseigentum ist. In einigen älteren Teilungserklärungen wurden die gesamten Fenster als Sondereigentum festgelegt, sodass die Instandhaltungspflicht dem jeweiligen WEG-Mitglied zugewiesen wurde. Nach aktuellem Recht ist dies jedoch nicht mehr gültig. In einem Mehrfamilienhaus mit unterschiedlichen Fensterstandards kann die Eigentümerversammlung entscheiden, dass nur ein Teil der Fenster ausgetauscht wird, und nur die betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümer die Kosten tragen.

Foto, zwei Handwerker arbeiten an der Fassade eines Neubaus aus Holz.
Themenbereich

Gebäudehülle

Die Gebäudehülle trennt das Innenvolumen von der äußeren Umgebung oder anderen Bauteilen. Sie umfasst sämtliche Außenbauteile eines Gebäudes.

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Energieeffiziente WEG: Sanierungen an Gebäudehülle und Anlagentechnik

Screenshot aus dem Video " Von Gebäudehülle bis Anlagentechnik: Energieeffizienz steigern | WEG-Praxisguide" als Vorschaubild

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Video "Von Gebäudehülle bis Anlagentechnik: Energieeffizienz steigern"

Wie kann eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) ihren Energiebedarf langfristig senken? Ein Gebäude ist ein technisches Gesamtsystem. Es wird energieeffizient, wenn Gebäudehülle und Anlagentechnik eng aufeinander abgestimmt sind. Ziel ist es, den Energiebedarf des Sonder- und Gemeinschaftseigentums dauerhaft zu senken und gleichzeitig den Wohnkomfort sowie den langfristigen Werterhalt der Immobilie zu sichern.

Bauliche Veränderungen oder Erhaltungsmaßnahmen?

Screenshot aus dem Video "Bauliche Veränderungen und Erhaltungsmaßnahmen | WEG-Praxisguide" als Vorschaubild

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Video „Bauliche Veränderungen und Erhaltungsmaßnahmen"

Welche Mehrheiten sind erforderlich, um eine energetische Sanierung in der Eigentümerversammlung zu beschließen? Und wie werden die Kosten verteilt? Dies hängt davon ab, ob es sich um eine bauliche Veränderung oder eine Erhaltungsmaßnahme handelt. Dieses Video erklärt die rechtlichen Grundlagen verständlich und zeigt, worauf es bei energetischen Sanierungen ankommt: erforderliche Mehrheiten, Kostenverteilung und privilegierte Maßnahmen.

Grafik, Illustration eines mehrstöckigen Hauses mit Gerüst und einer Gruppe von Menschen davor.
WEG-Praxisguide

E-Learning zum WEG-Praxisguide

Das kostenfreie E-Learning bietet in sechs Modulen einen praxisnahen Einstieg zu rechtlichen, finanziellen und technischen Rahmenbedingungen der energetischen Sanierung und vermittelt das nötige Know-how für Kommunikation und Prozessbegleitung in WEGs.

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