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2. Wärmepumpengipfel: Wichtiges Signal für die Wärmewende

Stand: Dezember 2022
Foto, ein Techniker arbeitet an einer Wärmepumpe.

500.000 installierte Wärmepumpen jährlich ab 2024 – dieses Ziel wurde beim 2. Wärmepumpengipfel bekräftigt. Das Gebäudeforum unterstützt das Vorhaben mit einer Informationskampagne.

Am 16. November fand auf Einladung der Bundesregierung der zweite Wärmepumpengipfel statt – die Resonanz war durchweg positiv. Im Vergleich zum ersten Gipfeltreffen im Juni hat sich die Zahl der Teilnehmenden verdoppelt: 50 Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Handwerk, Industrie, Wohnungswirtschaft, Strom und Netze sowie von Gewerkschaften, Forschung und Wissenschaft nahmen an dem Austauschformat teil. An der auf dem ersten Gipfeltreffen vereinbarten Zielstellung wird festgehalten: Ab 2024 sollen jährlich 500.000 Wärmepumpen installiert werden und fossile Energieträger ablösen. Bis 2030 sollen sechs Millionen Anlagen in Deutschland in Betrieb sein. Derzeit heizen rund 1,5 Millionen Wärmepumpen Neubauten und auch immer mehr Bestandsgebäude.

Eckpunktepapier benennt konkrete Maßnahmen

Nach der im Juni verabschiedeten Absichtserklärung einigten sich die Teilnehmenden nun auf konkrete Maßnahmen und benannten die drängendsten Handlungsfelder:

  1. Produktionsentwicklung: Produktionskapazitäten in Deutschland und Europa sollen rasch ausgebaut werden. Der Aufbau einer europäischen Zuliefererindustrie soll ermöglichen, einzelne Komponenten wie Chips oder Verdichter lokal zu beziehen. Lieferketten zu sichern, hat dabei oberste Priorität.
  2. Fachkräfte: Im Handwerk fehlen im besonderen Maße Fachkräfte. Neue Qualifikationen im Bereich Wärmepumpe und erneuerbare Energien sollen die Attraktivität des Handwerks steigern. Zudem sollen Schulungs- und Lernkonzepte weiterentwickelt werden. Freiwerdende Kapazitäten aus anderen Industriesparten wie der Automobilbranche sollen abgeworben werden. 
  3. Wohnungswirtschaft: Bisher werden Wärmepumpen vorrangig in Neubauten und Einfamilienhäusern installiert. Anlagen für Mehrfamilienhäuser sind komplexer: Noch sind nicht alle dafür notwendigen Produkte in ausreichender Anzahl am Markt verfügbar. In einem Leitfaden für Wärmepumpen in Mehrfamilienbestandsgebäuden werden Erfolgsmodelle und Lösungsansätze gebündelt.

Das Gebäudeforum startet Wärmepumpen-Informationskampagne

Ein weiteres Ergebnis: Fehlende qualitätsgesicherte Informationen führen zu Unsicherheit bei Beratenden und Fachkräften. Im Rahmen des Gebäudeforums klimaneutral wird die Deutsche Energie-Agentur mit einer Informationskampagne unterstützen: Ab kommendem Jahr werden Fachinformationen auf Basis aktueller Forschungsergebnisse zu Wärmepumpen-Lösungen erstellt, vorhandene Fachmaterialien gesammelt und bereitgestellt – das erleichtert den Wissenstransfer und den Austausch innerhalb der Branche. Zudem sollen Unternehmen begleitet werden, die sogenannte Plug&Play-Wärmepumpen entwickeln, also vorgefertigte Wärmepumpen-Module mit komplett vorinstallierter Anlagentechnik, um sie als standardisierte Baukastenlösung in die Pilotprojekte des seriellen Sanierens zu integrieren. Als Schnittstelle zu den Fachexpertinnen und -experten unterstützt die dena so das Ziel der Bundesregierung.

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