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Baukulturbericht 2026/27: Planen und gestalten im Fokus

Stand: August 2026

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Grafik, Publikationscover mit dem Titel "Baukulturbericht 2026/27" und stilisierten Figuren sowie kleinen Architektur- und Menschensilhouetten vor farbigen Halbkreisen.

Nicht schneller, sondern klüger bauen: Im Juni 2026 wurde der Baukulturbericht veröffentlicht. Die neue Ausgabe rückt eine hochwertige Gestaltung und die Langlebigkeit von Gebäuden in den Mittelpunkt.

Baukultur ist kein Luxus, sondern gerade in Zeiten verschiedener gesellschaftlicher Krisen unverzichtbar – so das Credo des im Juni veröffentlichten neuen Baukulturberichts. Die Art und Weise, wie wir bauen, entscheidet demnach maßgeblich über Faktoren wie Klimaresilienz, die Gesundheit der Menschen und soziale Teilhabe. Unter dem Titel „Gestalten“ mahnt der Bericht daher, gestalterische Qualität erneut ins Zentrum des Bauens zu rücken und sie nicht der vermeintlichen Kosteneffizienz zu opfern. Statt allein auf Geschwindigkeit zu setzen, plädiert der Bericht für gute Prozesse, hochwertiges Bauen und Gebäude, die konsequent am Menschen orientiert und dadurch langlebig sind.

Leitlinien für die Politik

Der Baukulturbericht erscheint alle zwei Jahre als Statusbericht des Planens und Bauens in Deutschland. Ergebnisse aus Expertengesprächen und verschiedenen Umfragen münden dabei in konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik.

Zentrale Punkte sind:

Gute Prozesse gestalten

Erfolgreiche Bauvorhaben entstehen durch zielgerichtete und gut strukturierte Prozesse – so der Bericht. Und zwar dann, wenn Bauherrschaft und Planende Prozesse bewusst gestalten und Qualität langfristig sichern. Entscheidend dabei ist, dass gestalterische Qualität schon in der sogenannte Phase Null zur zentralen Leitlinie wird. In der vorbereitenden Phase, die vor Start des eigentlichen Bauprojekts stattfindet, werden die grundlegenden Ziele, Bedarfe und Rahmenbedingungen eines Projekts definiert. Dazu zählt auch eine konsequente Lebenszyklusbetrachtung, die ein Gebäude von der Planung, über die Auswahl der Baustoffe bis zum Rückbau in den Blick nimmt.

Räume für Menschen gestalten

Eine weitere Säule der Handlungsempfehlungen: Gebäude sollten wieder stärker an menschlichen Bedürfnissen ausgerichtet sein. Denn die gebaute Umwelt wirkt sich direkt auf Gesundheit und Lebensgefühl der Menschen aus. Stadtgrün und Freiräume sind dabei wichtige Stellschrauben: Sie zahlen nicht nur auf das Stadtbild ein, sondern fördern zugleich das Wohlbefinden der Bevölkerung und tragen zur Klimaanpassung bei.

Gesellschaftlichen Zusammenhalt gestalten

Auch könnte Baukultur laut Bericht den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Vertrauen in die Demokratie stärken. Wesentlich dabei: Gebäude müssen dazu beitragen, Menschen zu verbinden und dem Gemeinwohl zu dienen. Orte wie Nachbarschaftstreffs, Bibliotheken und Parks ermöglichen Begegnungen im Alltag und fördern gesellschaftlichen Austausch.

Download des Berichts

Mehr Informationen finden sich im neuen Baukulturbericht 2026/27 „Gestalten: Prozesse – Bauen – Zusammenhalt":

Bundesstiftung Baukultur: Baukulturbericht 2026/27 (PDF / 10 MB)

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