• Gebärdensprache
  • Leichte Sprache
  • Gebärdensprache
  • Leichte Sprache

Klimawandel: Gebäude an die Folgen anpassen

Stand: Oktober 2022
Bild, ein begrüntes Dach mit Photovoltaik-Elementen.

Mehr Hitzewellen, Stürme und Starkregen – der Klimawandel ist in Deutschland angekommen. Es gilt, die Gebäude für stark veränderte Umweltbedingungen fit zu machen.

Klimawandel und seine Folgen für Gebäude

Deutschland ist flächendeckend vom ⁠Klimawandel betroffen⁠. Konkrete Auswirkungen fallen räumlich zwar unterschiedlich aus, aber die generellen Trends gelten überall: heißer, trockener, mehr Starkregen und Wetterextreme. Schon heute führen Sturm, Hagel, Starkregen und Flusshochwasser zu erheblichen Gebäudeschäden. Das wird zunehmen und neue Anforderungen an die Gebäudestabilität und die Gebäudehülle stellen. Die zunehmende Anzahl und Dauer von Hitzeperioden wird ohne bauliche Anpassungsmaßnahmen vermehrt zu hohen Innenraumtemperaturen und damit zur gesundheitlichen Gefährdung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie Nutzerinnen und Nutzer führen.

Für Gebäude heißt das: Bei Neubau oder Sanierungsmaßnahmen müssen die klimatischen Veränderungen mitgedacht und mitgeplant werden. Mögliche Maßnahmen: 

  • Gute Dämmung: Eine gut gedämmte Gebäudehülle schützt nicht nur im Winter gegen die Kälte, sondern bietet an heißen Tagen einen verbesserten Wärmeschutz. Ebenso sind die Materialanforderungen in Bezug auf Temperaturextreme zu prüfen.
  • Reversible Wärmepumpen: Eine Wärmepumpe, die kaltes Wasser in den Heizkreislauf gibt, kann als effiziente Klimaanlage genutzt werden. Voraussetzung ist, dass die Wärmepumpe reversibel ist.
  • Fassaden- und Dachbegrünung: Eine begrünte Gebäudehülle wirkt als natürliche Klimaanlage. Im Sommer entfaltet sie eine kühlende Wirkung. 
  • Sichere Gebäudehülle: Die Gebäudehüllen sollten auf mögliche erhöhte Sog- und Drucklasten durch extreme Windstärken angepasst werden.
  • Helle Farben: Helle Oberflächen reflektieren deutlich mehr Sonnenlicht als dunkle und heizen weniger auf. Folglich sind helle Farben und Materialien an Fassade und auf dem Dach ­– wie beispielsweise in Mittelmeerländern traditionell angewendet ­– im Sommer vorteilhaft.
  • Sonnenschutz und Verschattung: Ein außenliegender Sonnenschutz verhindert ein schnelles Aufheizen von Gebäuden. Sind beispielsweise Rollläden smart, können sie sich automatisiert je nach Jahreszeit und Sonnenstand öffnen und schließen. Auch bewusstes Verschatten kann eine Klimatisierungs- und Schutzfunktion für die Gebäudefassade schaffen.
  • Flächenentsiegelung um das Haus: Naturgärten ohne Schotter und Beton speichern bei Starkregen Wasser und verringern die Gefahr von Überschwemmungen. Die Verdunstungskälte verbessert zudem das lokale Klima im Umfeld der Gebäude – ebenso wie Bepflanzungen etwa durch Bäume.

Das könnte noch interessant sein

Foto, Luft-Luft-Wärmepumpe vor einem modernen Niedrigenergiehaus.

Wärmepumpen

Eine Wärmepumpe entzieht der Umwelt thermische Energie, um Wärme für die Gebäudebeheizung oder Warmwasserbereitung zur Verfügung zu stellen. Mit grünem Strom betrieben funktionieren Wärmepumpen auf Basis erneuerbarer Energien.

Mehr erfahren
Foto, frontale Ansicht eines Regals mit verschiedenen Holz-, Stein- und Metallbaustoffen.

Baustoffe

Die Auswahl der Baumaterialien spielt im Sinne der Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.

Mehr erfahren