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Hochschulwettbewerb: Solarhäuser schaffen

Stand: Mai 2022
Grafik, Zeichnung einer Straße mit modernen Gebäude links und rechts, dazwischen viele Menschen auf der Straße.

Am Solar Decathlon Europe nehmen Teams aus der ganzen Welt teil, um Solarhäuser mit neutraler Energiebilanz zu planen, zu bauen und zu betreiben – diesen Juni in Wuppertal.

Der Wettbewerb Solar Decathlon Europe 21/22 legt den Fokus auf die Sanierung und den Weiterbau des Gebäudebestands ­­– sie bieten die größten Potenziale für die urbane Energiewende. Insgesamt treten 18 Hochschulteams aus elf Ländern an. Sie konnten sich entweder für das Wuppertaler Mirker Quartier oder ein anderes real existierendes Stadtviertel entscheiden und dann Sanierungen und Erweiterungen entwickeln oder auch Baulücken schließen. Wir stellen die Ideen der sieben Teams mit deutscher Beteiligung vor:

1. coLLab, Stuttgart

Team coLLab entwickelt ein Aufstockungs- und Sanierungskonzept für Bau 5 des HFT-Campus in Stuttgart. Damit möchten sie Raum für studentisches Wohnen direkt am Innenstadtcampus schaffen. Das Potenzial für solche Aufstockungen im urbanen Raum ist groß, deshalb soll sichergestellt werden, dass der Entwurf auf andere urbane Gebäude übertragbar ist.

2. Deeply High, Istanbul/Lübeck

Team Deeply High entwickelt eine umweltfreundliche Gebäudeaufstockung am Beispiel klassischer Sozialbauten der 1950er bis 1990er Jahre in Kiel. Dieser Gebäudetypus ist zu zehntausenden in Deutschland zu finden – die klimafreundlichen Gebäudelösungen können als Methode auch an anderen Standorten umgesetzt werden. Bewohnerinnen und Bewohner sollen konkret profitieren.

3. Levelup, Rosenheim

Das Rosenheimer Team präsentiert Sanierungsmaßnahmen und eine Aufstockung für ein Bestandsgebäude im Nürnberger Stadtteil Ludwigsfeld. Dieses Gebäude ist repräsentativ für einen sehr großen Gebäudebestand in Deutschland aus den 1950er bis 1970er Jahren, der vielfach sanierungsbedürftig ist und einen hohen Energieverbrauch aufweist.

4. LOCAL+, Aachen

Das Team LOCAL+ will das Wuppertaler Mirker Quartier attraktiver gestalten. Soziale Aspekte sind konzeptionell besonders ausgeprägt: Um das Miteinander zu fördern, hat das Team ein Wohnkonzept für temporär alleinstehende Menschen entwickelt, die gerne Teil einer Gemeinschaft sein wollen. Das ganze Haus wird so zur Wohngemeinschaft, in der Keller, Erdgeschoss und Garten als Gemeinschaftsbereiche dienen.

5. MIMO, Düsseldorf

Gegenstand des Projekts von Team MIMO ist die behutsame Sanierung und Aufstockung eines bestehenden Wuppertaler Lagerhauses aus dem Jahr 1905. Leitgedanke für die Neugestaltung des Gebäudes ist vor allem der Aspekt des Bewahrens. Sowohl die Baugeschichte als auch die Atmosphäre des Gebäudes sollen erhalten bleiben. Dabei setzt das Team MIMO auf eine nachhaltige urbane Verdichtung und schafft zusätzlichen Wohnraum.

6. RoofKIT, Karlsruhe

Auch das Team RoofKIT beschäftigt sich mit dem Wuppertaler Lagerhaus und will eine städtebauliche Blaupause für bisher ungenutzte Flächen schaffen: den Dächern. Sie verstehen die Stadt als soziale Fabrik, urbanes Rohstofflager und nachhaltigen Energieproduzenten.

7. X4S, Biberach

Als viertes hat auch Team X4S ein Konzept für das Wuppertaler Lagerhaus entwickelt. Ziel ist es, mit neuen Innovationen die CO2⁠-Emissionen von Gebäuden in Städten drastisch zu senken und gleichzeitig das soziokulturelle Umfeld zu erhalten oder zu verbessern. Kerngedanke: Der geplante neue Wohnraum bietet weniger private Grundflächen, die mit einem großzügigen Angebot an Gemeinschaftsräumen zur flexiblen Nutzung – z. B. für Co-Working und Urban Gardening – ergänzt werden.

Weitere Informationen

Mehr Informationen zum Wettbewerb und den Veranstaltungen in Wuppertal: https://sde21.eu/de/

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