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Studie zu Kosten und CO₂-Emissionen: Mit Sonnenschutz Energie sparen

Stand: Mai 2022
Grafik, Jalousie vor einem Fenster und Symbol eines Funknetzwerks sowie Text "-60% Kühlenergie durch intelligenten Sonnenschutz bis 2045".

Die Zahl der Hitzetage wird wegen der Erderwärmung steigen. Umso wichtiger: Automatisierter Sonnenschutz reduziert den Energiebedarf für Klimaanlagen massiv.

Nicht einmal die Hälfte aller Gebäude in der EU sind heute mit Sonnenschutzvorrichtungen ausgestattet. Davon erzielt wiederum ein großer Teil – der manuell gesteuert wird – nicht die optimale Leistung. Dabei wird der Bedarf enorm steigen: Die heißen Tage werden laut Weltklimarat bis 2050 um 30 Prozent zunehmen. Viele Eigenheimbesitzer stehen vor der Frage: Lieber beschatten oder eine Klimaanlage installieren?

Automatisierter Sonnenschutz senkt Energiebedarf

Einen Anhaltspunkt bietet eine Guidehouse-Studie, die im Auftrag der europäischen Sonnenschutz-Industrie (European Solar-Shading Organization, ES-SO) erstellt wurde. Sie ermittelt, wie sich eine wachsende Verwendung eines automatisierten Sonnenschutzes im Vergleich zu einem Business-as-usual-Szenario auswirkt. Automatisiert heißt dabei, dass Sensoren beispielsweise Rolladen je nach Sonneneinstrahlung steuern. Ergebnis: Der Sonnenschutz ist derart wirksam, dass weniger neue Klimaanlagen installiert werden müssen und Klimageräte bei sommerlicher Hitze ihre Leistung reduzieren können. Insgesamt kann damit die für 2050 erwartete Kühlenergie in Gebäuden um etwa 60 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig wird die optimale Nutzung der solaren Energiegewinne im Winter sichergestellt und so der Heizbedarf minimiert.

Kosteneffizienter Klimaschutz

Das alles rechnet sich. Die Studienautoren haben die Betriebs- und Investitionskosten für Klimaanlagen und automatisierten Sonnenschutz gegenübergestellt. Kumuliert sparen die Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa mit einem Fokus auf den Sonnenschutz bis 2050 etwa 285 Milliarden Euro. Auch das Klima freut sich: Bis zu 100 Millionen Tonnen CO2 können bis zur Jahrhundertmitte vermieden werden.

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