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Gebäudeautomation: Kontinuierliche Steuerung, Regelung, Überwachung und Optimierung

Stand: Februar 2026
Foto, Nahaufnahme eines Schreibtisches mit Computerbildschirmen und eines Armes, der eine Maus bedient. Die Bildschirme zeigen technische Zeichnungen bzw. Fließschemata.

Die Digitalisierung, also die voranschreitende Implementierung moderner und innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien, bietet Potenziale für die bessere Ausschöpfung vorhandener Energieeffizienz- und CO2-Einsparpotenziale im Gebäudebereich.

Gebäudeautomation, also die automatische Steuerung, Regelung, Überwachung und Optimierung der technischen Gebäudeausrüstung, bietet dabei vielfältige digitale Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz und zum umfassenderen Einsatz sowie zur besseren Nutzung erneuerbarer Energien, zur Senkung der Betriebskosten und des Ressourcenverbrauchs sowie zur Erhöhung des Komforts und der Anlagenzuverlässigkeit.

 

Energieeffizienz durch Gebäudeautomation

Als Gebäudeautomation wird die Verknüpfung aller Mess-, Steuer-, Regel- und Optimierungseinheiten mit der Gebäudetechnik bezeichnet. Eine wichtige Aufgabe der Gebäudeautomation ist das Energiemanagement. Neben Monitoring, Analyse und Steuerung des Strom- und Wärmeverbrauchs spielt hier auch die bedarfsgerechte Energieerzeugung eine wichtige Rolle (z.B. Eigenstromnutzung durch Photovoltaik). 

Für den energiesparenden und nachhaltigen Betrieb von Gebäuden mit umfangreicher Gebäudetechnik ist ein intelligentes Zusammenspiel der gewerkeübergreifenden Komponenten (z.B. Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik) unerlässlich. Der Energieverbrauch kann bspw. durch Anpassung der Anlagentechnik an das Verhalten der Nutzenden gesenkt werden.

Weitere Informationen zur Gebäudeautomation bietet die Website des Kompetenzzentrums Energieeffizienz durch Digitalisierung (KEDi), eine Einführung zum Thema Energieeffizienz durch Gebäudeautomation bietet ein Dossier des KEDi:

Energieeffizienz durch Gebäudeautomation (PDF / 529 KB)

Praxishilfen

Energieeffizienz durch Gebäudeautomation

Durch Gebäudeautomation im Rahmen der Digitalisierung kann die Energieeffizienz kostengünstig gesteigert werden. Das KEDi-Dossier bietet einen Überblick zu Einsparpotenzialen und Gesetzgebung.

Stand: Februar 2025

PDF 529 KB

Gesetzliche Vorgaben für Nichtwohngebäude

Die ungenutzten Einsparpotenziale und die damit verbundenen positiven Aspekte wie Kostenreduzierung sowie Klimaschutz sprechen generell für eine stärkere Digitalisierung und Vernetzung der Anlagentechnik in allen Gebäuden. Darüber hinaus existieren mittlerweile auch konkrete ordnungsrechtliche Vorgaben in Deutschland, zumindest für Nichtwohngebäude.

So beinhaltet das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in § 71a die Verpflichtung, dass für Nichtwohngebäude mit großen Heizungs- oder Klimaanlagen bis zum Ablauf des 31.12.2024 ein „System für die Gebäudeautomatisierung und -steuerung“ ausgerüstet werden muss.

GEG 2024: Verpflichtende Gebäudeautomation in Nichtwohngebäuden

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) gibt in § 71a vor, dass für Nichtwohngebäude mit großen Heizungs- oder Klimaanlagen ein „System für die Gebäudeautomatisierung und -steuerung“ eingeführt werden muss.

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Beispiele aus der Praxis

Zahlreiche in der Praxis erfolgreich umgesetzte Projekte zeigen, dass Effizienzsteigerungen und Emissionsreduzierungen durch Digitalisierung möglich und wirtschaftlich sind. 

Gebäude aus dem Best-Practice-Portal des Gebäudeforums sowie Showcases des Kompetenzzentrums Energieeffizienz durch Digitalisierung (KEDi) zeigen anschaulich, wie Bauträger und Unternehmen aus verschiedensten Branchen für mehr Energieeffizienz gesorgt haben.

Weitere Infos

Weiterführende Informationen rund um die Energieeffizienz durch Digitalisierung in Gebäuden können auf der Website des Kompetenzzentrums KEDi abgerufen werden.

Gebäude aus dem Best-Practice-Portal

Foto, Außenansicht der mit Holz verkleideten Forschungshalle in Feuchtwangen.
Foto, Innenhof einer modernen Wohnsiedlung aus Mehrfamilienhäusern mit Grünflächen und großem Spielplatz.
Foto, modernes, mehrstöckiges Haus an der Ecke zweier spitz aufeinander zulaufender Straßen.
Foto, Panoramasicht, rechts befindet sich der Berliner Hauptbahnhof, in der Mitte ein großes quaderförmiges, verspiegeltes Gebäude, links weitere Hochhäuser. Im Vordergrund verläuft die Spree.
Grafik, Simulation eines modernen, quadratischen Gebäudes mit Fassade aus geometrischen Elementen.
Foto, 25 Meter langes Sport-Schwimmbecken mit sechs Bahnen, Seitentreppeneinstieg und Startblöcken.

KEDi-Showcases

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