Gebäudereport 2026 – Kapitel 2: Baustoffe
Stand: Januar 2026
Im zweiten Kapitel finden sich Daten zum Dämm-, Stahl- und Fenstermarkt sowie zu den verwendeten Baustoffen. Es wird die Entwicklung fertiggestellter und genehmigter Wohn- und Nichtwohngebäude nach den verwendeten Baustoffen betrachtet. Zudem werden Absatzzahlen von Baustoffen und die Entwicklung von unterschiedlichen Baustoffen dargestellt. Neu im Kapitel ist zudem eine Auswertung zum Baustoff Holz.
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2.1 Wohngebäude
Kernaussagen Abb. 40
- Ziegel und sonstige Mauersteine dominierten über den gesamten Zeitraum als Hauptbaumaterialien, zeigen jedoch im Vergleich zum Jahr 2000 einen deutlichen Rückgang.
- Der Holzbau verzeichnete hingegen eine kontinuierliche prozentuale Zunahme und erreichte im Jahr 2024 mit 23 % der errichteten Gebäude einen Höchstwert.
- Mineralische Baustoffe wie Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton zeigen im Vergleich zum Jahr 2015 einen Rückgang.
Kernaussagen Abb. 41
- Ziegel wird vorrangig bei Ein- und Zweifamilienhäusern (29 %) und Mehrfamilienhäusern (25 %) eingesetzt und hat bei Nichtwohngebäuden eine deutlich geringere Bedeutung (9 %).
- In Nichtwohngebäuden machen Stahl (26 %) und Stahlbeton (27 %) zusammen über 50 % der eingesetzten Materialien aus – ein starker Kontrast zum Wohnungsbau, wo Stahl kaum eine Rolle spielt.
- Holz wird zu 28 % bei Ein- und Zweifamilienhäusern und zu 25 % bei den Nichtwohngebäuden genehmigt – bei Mehrfamilienhäusern kommt dieser Baustoff nur zu 8 % vor.
2.2 Nichtwohngebäude
Kernaussagen Abb. 42
- Ziegel und sonstige Mauersteine dominierten über den gesamten Zeitraum als Hauptbaumaterialien, zeigen jedoch im Vergleich zu dem Bezugsjahr 2000 einen deutlichen Rückgang. Die Zahl der mit Ziegel errichteten Gebäude sank von über 9.000 auf rund 2.300 (–74 %).
- Seit 2000 ist die Anzahl fertiggestellter Nichtwohngebäude um 85 % eingebrochen – besonders die Baufertigstellungen mit dem Baustoff Ziegel sind dabei zurückgegangen.
Kernaussagen Abb. 43
- Stahl dominiert bei Warenlagergebäuden (41,4 %) und Landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden (31,1 %) sowie bei Fabrik- und Werkstattgebäuden (31,4 %), während Holz besonders häufig in Landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden (38,3 %) sowie in Hotels und Gaststätten (36,3 %) eingesetzt wird.
- Stahlbeton ist der am häufigsten verwendete Baustoff und spielt vor allem bei Fabrik- und Werktstattgebäuden (42,4 %) sowie bei Büro- und Verwaltungsgebäuden (40,3 %) eine zentrale Rolle.
- Der Baustoff Ziegel kommt verstärkt bei Handelsgebäuden zum Einsatz (16,6 %) – Kalksandstein wird mit 27,9 % verstärkt bei Anstaltsgebäuden verbaut.
2.3 Absatzzahlen
Kernaussagen Abb. 44
- Seit 2022 sinkt der Stahlabsatz kontinuierlich und erreicht 2024 11,5 Mio. t.
- Seit 2020 ist dies der geringste Wert im Betrachtungszeitraum.
Kernaussagen Abb. 45
- Der Anteil der Holzbauweise an den Baugenehmigungen für Wohngebäude variiert stark zwischen den Bundesländern: Er reicht von 7,2 % in Hamburg bis 35,2 % in Baden-Württemberg.
- Besonders Süddeutschland (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen) weist mit Anteilen von über 25 % eine überdurchschnittlich hohe Holzbauquote auf.
- In Stadtstaaten und norddeutschen Ländern (z.B. Hamburg, Bremen, Niedersachsen) liegen die Anteile deutlich niedriger.
Kernaussagen Abb. 46
- Im Jahr 2024 ist der Absatz von Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) insgesamt auf 28 Mio. m2 gesunken - dies ist eine Minderung von 8 %.
- Der Absatz von WDVS stieg in den Jahren zuvor von 33,3 Mio. m2 (2019) auf ein Hoch von 36,3 Mio. m2 (2021).
Kernaussagen Abb. 47
- Die Anzahl der Fenstereinheiten im Wohnungsneubau fällt von 4,24 Mio. (2021) auf nur noch 2,48 Mio. (2024) – ein Rückgang von rund 42 %.
- Auch im Neubau von Nichtwohngebäuden sinken die Zahlen von 1,92 Mio. (2020) auf 1,7 Mio. (2024) – ein Rückgang von 11 %.
- 32 % aller Fenstereinheiten wurden 2024 im Neubau verbaut und 68 % bei Sanierungen.