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Gebäudereport 2026 – Kapitel 1: Gebäudebestand und Bautätigkeit

Stand: Januar 2026
Grafik, mehrere stilisierte Gebäude mit Satteldächern und einem Hochhaus im Hintergrund vor blauem Himmel.

Das erste Kapitel des Gebäudereports 2026 fasst Zahlen, Daten und Fakten verschiedener Akteure im Gebäudesektor zusammen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Wohn- und Nichtwohngebäuden. Es wird ein fundierter Überblick über die Daten des Gebäudebestands ermöglicht. In dieser Ausgabe hinzugekommen ist eine Diagrammreihe zu Wohnungs­eigentümergemeinschaften. Anschließend werden Zahlen für Wohngebäude betrachtet, den Abschluss bilden Grafiken zu Nichtwohngebäuden

Die interaktiven Diagramme bieten direkte Interaktionsmöglichkeiten, z.B. in Bezug auf die Darstellung der Daten, weiterhin besteht die Möglichkeit eines Grafik- sowie Datenexports.

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1.1 Gebäudebestand

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Kernaussagen Abb. 01

  • Im Jahr 2024 lag der Wohngebäudebestand bei rund 19,7 Mio. Gebäuden.
  • Einfamilienhäuser stellen mit rund 13,5 Mio. Gebäuden den größten Anteil am Wohngebäudebestand 2024 und prägen damit die Struktur des deutschen Gebäudesektors maßgeblich.
  • Mehrfamilienhäuser machen mit etwa 3,5 Mio. Gebäuden einen deutlich kleineren Anteil aus.
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Kernaussagen Abb. 02

  • Der Wohngebäudebestand ist von 15,7 Mio. (1995) auf 19,7 Mio. (2024) kontinuierlich angestiegen.
  • Der Bestand an Einfamilienhäusern wuchs zwischen 1995 und 2024 kontinuierlich von rund 9,7 auf 13,5 Mio. – im Gegensatz dazu sank die Anzahl der Zweifamilienhäuser von 3 Mio. (2010) auf 2,7 Mio. (2024) ab.
  • Die Zahl der Mehrfamilienhäuser stieg moderat von 2,8 (1995) auf 3,5 (2024) Mio. an.
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Kernaussagen Abb. 03

  • Der Gebäude- und Wohnungsbestand aufgeteilt nach Baualtersklassen zeigt, dass die Bautätigkeit in den vergangenen 30 Jahren deutlich abgenommen hat.
  • Der Anteil am Gebäudebestand beträgt bei den Baualtersklassen bis 1979 60 % und von 2010 bis 2024 circa 9 %.
  • Der überwiegende Teil des Wohngebäudebestands stammt aus Zeiträumen mit niedrigeren energetischen Standards, was die zentrale Bedeutung von Sanierungsmaßnahmen unterstreicht.
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Kernaussagen Abb. 04

  • Der größte Anteil der Wohneinheiten (55 %) liegt mit rund 23,9 Mio. in Mehrfamilienhäusern – jedoch stellen Mehrfamilienhäuser nur 18 % der Wohngebäude (Abb. 02).
  • Zweifamilienhäuser tragen mit 5,5 Mio. Wohneinheiten etwa 13 % bei, während Nichtwohngebäude mit Wohnnutzung nur 2 % ausmachen.
  • Einfamilienhäuser umfassen 13,5 Mio. Wohneinheiten bzw. 31 % des Bestands.
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Kernaussagen Abb. 05

  • Die Anzahl der Wohneinheiten stieg zwischen 1995 und 2024 von rund 36,0 Mio. auf 43,8 Mio. – eine Steigerung von rund 22 %.
  • Der Anteil der Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern stieg von 52 % auf rund 55 %.
  • Die Zahl der Wohneinheiten in Einfamilienhäusern stieg zwischen 1995 und 2024 um rund 39 % von 9,7 auf 13,5 Mio. und verzeichnet damit das stärkste Wachstum aller Gebäudekategorien.
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Kernaussagen Abb. 06

  • Der Bestand an Sozialwohnungen sinkt seit 2006 fast kontinuierlich.
  • Im Jahr 2006 lag der Bestand bei rund 2,1 Mio. Wohneinheiten, im Jahr 2023 bei 1,1 Mio.
  • Die Sozialbindung von Wohnungen kann in Abhängigkeit vom Bundesland zwischen 12 und 20 Jahren liegen – nach Auslaufen der Sozialbindung wird die Sozialwohnung häufig zu einer normalen Miet- oder Eigentumswohnung und fällt somit aus dem Bestand der Sozialwohnungen heraus.
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Kernaussagen Abb. 07

  • Der Bestand an Sozialwohnungen ist regional unterschiedlich – Hamburg hat mit 43 Sozialwohnungen den höchsten Anteil pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
  • Der geringste Wert ist in Saarland mit weniger als einer Sozialwohnung auf 1.000 Menschen – es folgen Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit weniger als fünf Wohnungen pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
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Kernaussagen Abb. 08

  • Der größte Anteil des Wohnungsbestands 2024 entfällt auf Wohnungen mit vier Räumen (26 %), gefolgt von solchen mit drei Räumen (23 %).
  • Wohnungen mit fünf und mehr Räumen machen zusammen rund 37 % des Bestands aus.
  • Wohnungen mit bis zu zwei Räumen stellen 15 % des Bestands dar.
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Kernaussagen Abb. 09

  • Mit rund 1,83 Mrd. m2 Wohnfläche entfällt der größte Anteil (circa 45 %) auf Einfamilienhäuser, womit diese Gebäudekategorie die flächenintensivste Nutzungsform darstellt.
  • Mehrfamilienhäuser (inkl. Wohnheimen) umfassen etwa 1,66 Mrd. m2 (40 %), während Zweifamilienhäuser rund 13 % der Wohnfläche stellen.
  • Nichtwohngebäude mit Wohnnutzung (NWG) tragen nur zu 2 % der gesamten Wohnfläche bei.
  • Die Konzentration großer Wohnflächen im EFH-Segment unterstreicht dessen hohe Relevanz für die Reduktion von Energie- und Flächenverbrauch im Zuge der angestrebten Klimaneutralität des Gebäudesektors.
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Kernaussagen Abb. 10

  • Die Gesamtwohnfläche in Deutschland nahm zwischen 1995 und 2024 kontinuierlich zu, wobei insbesondere die Einfamilienhäuser mit einem Wachstum von +61 % (von 1,13 auf 1,83 Mrd. m2) den größten Beitrag leisteten.
  • Seit 2010 beschleunigte sich der Flächenzuwachs im EFH-Segment, während die Wohnfläche in Zweifamilienhäusern und Nichtwohngebäuden nahezu stagnierte.
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Kernaussagen Abb. 11

  • Die Wohnfläche pro Person stieg von 34,8 m2 (1990) auf 49,2 m2 (2024) – ein Zuwachs von rund 41 %.
  • Besonders stark fiel der Anstieg in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren aus, während sich das Wachstum nach 2010 deutlich verlangsamte, aber stabilisierte.
  • Der langfristige Trend steigender Pro-Kopf-Wohnfläche steht in einem strukturellen Widerspruch zu den Zielen der Klimaneutralität, da größere Wohnflächen höhere Energie- und Ressourcenverbräuche verursachen.

1.2 Wohnungs­eigentümergemeinschaften

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Kernaussagen Abb. 12

  • Baden-Württemberg (35,4 %), Bayern (25,6 %) und Nordrhein-Westfalen (22,5 %) haben den größten Anteil an Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften in Deutschland.
  • Mit 7,2 % hat Brandenburg den geringsten Anteil an Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.
  • Bremen weist mit 24,3 % den höchsten Anteil bei den Stadtstaaten auf.
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Kernaussagen Abb. 13

  • Mit rund 51 % wird der höchste Anteil zu Wohnzwecken vermietet.
  • Danach folgt der Anteil an Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften, die selbst bewohnt sind (45 %).
  • 4,3 % der Wohnungen stehen leer und sind privat genutzte Ferien- oder Freizeitwohnungen.
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Kernaussagen Abb. 14

  • Mit 684.440 Gebäuden entfällt der größte Anteil der Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften auf Gebäude aus den Baujahren 1949–1978.
  • 100.000 WEG-Gebäude wurden seit 2011 gebaut.
  • Gebäude vor 1949 machen zusammen knapp 21 % der Wohneinheiten aus. Damit wird deutlich, dass ein großer Teil des WEG-Bestands in älteren Gebäuden liegt.
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Kernaussagen Abb. 15

  • Der größte Anteil der Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften hat zwei bis sechs Wohnungen, kleine Mehrfamilienhäuser dominieren in diesem Segment des Gebäudebereichs.
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Kernaussagen Abb. 16

  • Der größte Anteil der Wohnungen wird mit einer Gaszentralheizung beheizt (37 %).
  • Eine Wärmepumpe ist in 7 % der Wohnungen verbaut.

1.3 Wohngebäude

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Kernaussagen Abb. 17

  • Im Jahr 2024 wurden rund 63.250 Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 12.800 Mehrfamilienhäuser fertiggestellt.
  • Dies entspricht einem Rückgang um 22,7% bei Ein- und Zweifamilienhäusern und 14,7 % bei Mehrfamilienhäusern im Vergleich zum Vorjahr.
  • 2024 wurde ein Abgang von rund 3.500 Wohngebäuden verzeichnet – das waren 4 % weniger abgerissene Gebäude als im Vorjahr.
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Kernaussagen Abb. 18

  • Im Jahr 2024 wurden rund 221.000 Wohneinheiten fertiggestellt – rund 42.000 Wohneinheiten bzw. 16 % weniger als 2023.
  • Davon sind 144.000 in Mehrfamilienhäusern, 72.000 in Ein- und Zweifamilienhäusern und 4.800 Wohneinheiten in Nichtwohngebäuden.
  • Die Zahl der fertiggestellten Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern sank 2024 um 12 %, in Nichtwohngebäuden um 15 % und in Ein- und Zweifamilienhäusern um 23 %.
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Kernaussagen Abb. 19

  • Die fertiggestellte Wohnfläche in Deutschland lag im Jahr 2024 bei rund 21,2 Mio. m2 - 1993 lag diese noch bei 36,1 Mio. m2.
  • Der größte Anteil entfällt auf Ein- und Zweifamilienhäuser mit rund 10,5 Mio. m2 – gegenüber 2023 bedeutet das für 2024 einen Rückgang um 23 %.
  • Auf Mehrfamilienhäuser entfallen rund 10,5 Mio. m2 – was einen Rückgang um 13 % im Vergleich zum Vorjahr ausmacht.
  • Dem gegenüber steht der Abgang von knapp 1,0 Mio. m2 Wohnfläche, wovon sich rund 240.000 m2 in Nichtwohngebäuden befanden.
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Kernaussagen Abb. 20

  • Private Bauherren und Wohnungsbauunternehmen waren 2024 die größten Auftraggeber von Wohngebäuden mit insgesamt rund 183.000 Wohneinheiten – der Anteil betrug zusammen 84,8 %.
  • Die nächstgrößten Auftraggeber waren mit 6,1 % Unternehmen des Handels und mit 4,3 % die öffentlichen Bauherren.
  • Mit 9.400 fertiggestellten Wohnungen ist die Zahl der von öffentlichen Bauherren errichteten Wohnungen im Jahr 2024 im Vergleich zum Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2001 um das Sechsfache gestiegen.
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Kernaussagen Abb. 21

  • Seit 2000 ist der Anteil von Wärmepumpen kontinuierlich angestiegen von 0,6 % auf 69,4 % im Jahr 2024 – damit ist die Wärmepumpen der wichtigste Energieträger bei den fertiggestellten Wohngebäuden.
  • Mehrfamilienhäuser und Wohnheime sind mit einem Anteil von 46 % deutlich seltener mit einer Wärmepumpe ausgestattet – wohingegen der Anteil bei den Ein- und Zweifamilienhäusern bei 74 % liegt.
  • Gas war über Jahrzehnte der dominierende Energieträger im Neubau – von 76 % im Jahre 2004 sank der Anteil auf 15 % im Jahr 2024. Öl und Kohle spielen faktisch keine Rolle mehr (jeweils kleiner als 1 %).
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Kernaussagen Abb. 22

  • 2024 lag die durchschnittliche Wohnungsgröße im Neubau bei rund 155 m2 in Einfamilienhäusern, bei 113 m2 in Zweifamilienhäusern und bei 75,3 m2 in Mehrfamilienhäusern.
  • Seit 1993 ist dies ein durchschnittlicher Anstieg der Wohnfläche von 19 % bei den Einfamilienhäusern und 15 % bei den Zweifamilienhäusern.
  • Ab 1993 stieg die Wohnungsgröße der Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern leicht an von 69 m2 (1993) auf 75 m2 (2024) – nach einem Höchststand von 82,8 m2 im Jahr 2015 sind die Wohnungsgrößen seitdem um 9 % gesunken.
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Kernaussagen Abb. 23

  • Der Durchschnitt von Wohneinheiten je Wohngebäude lag bei 1,6 Wohneinheiten je Wohngebäude bei privaten Bauherren – bei Wohnungsbauunternehmen lag dieser Wert bei 6,8 WE/WG.
  • Organisationen ohne Erwerbszweck und Handelsunternehmen bewegen sich im Mittelfeld.
  • Die meisten Wohneinheiten pro Wohngebäude wurden von Immobilienfonds mit 15,9 WE/WG und von der öffentlichen Hand mit 13,4 WE/WG gebaut.
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Kernaussagen Abb. 24

  • In Deutschland wurden im Jahr 2024 3.462 Wohngebäude abgerissen.
  • Den größten Anteil mit 38,3 % stellen Gebäude, die zwischen 1949 bis 1978 erbaut wurden.
  • Insgesamt wurden 75,3 % aller abgerissenen Gebäude vor 1978 und damit vor der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet.
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Kernaussagen Abb. 25

  • Mit einem Anteil von 57 % war der Neubau bzw. Ersatzneubau der häufigste Grund für den Abgang von Wohngebäuden.
  • Mit 20 % war eine Nutzungsänderung der zweithäufigste Grund für einen Wohngebäudeabriss.
  • Schaffung von Freiflächen war für 9 % der Abrisse verantwortlich.
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Kernaussagen Abb. 26

  • Im Jahr 2024 wurden rund 55.000 Wohngebäude genehmigt – das ist ein Rückgang um 19,3 % im Vergleich zum Vorjahr.
  • Besonders deutlich ist dabei die Verringerung bei den Baugenehmigungen von Einfamilienhäusern mit 20 %, gefolgt von Zweifamilienhäusern mit 11 %.
  • Die Zahl der Genehmigungen von Mehrfamilienhäusern nahm von 2001 bis 2021 zu – seitdem ist ein deutlicher Rückgang erkennbar: So wurden 2024 noch etwa 10.500 Mehrfamilienhäuser genehmigt.
  • Während die Genehmigungszahlen für Ein- und Zweifamilienhäuser seit den 2000er-Jahren stark rückläufig sind, konnten die Genehmigungen bei den Mehrfamilienhäusern ab den 2010er-Jahren zulegen. In den vergangenen vier Jahren sanken die Genehmigungen wieder und unterschritten den Zubau von 2001.
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Kernaussagen Abb. 27

  • 2024 wurden rund 55.000 Wohngebäude genehmigt – 81 % mit einer Wärmepumpe. Der wachsende Anteil der Wärmepumpe bei den Baugenehmigungen ist deutlich erkennbar. 2012 waren es noch 33 % - die Rahmenbedingungen und politische Anreize haben diesen Aufschwung begünstigt.
  • Der zweithäufigste Energieträger bei der Genehmigung von Wohngebäuden ist mit 8 % Fernwärme – insgesamt 4.500 Gebäude wurden mit diesem Energieträger genehmigt.
  • Den drittgrößten Anteil mit 4 % machen die Gebäude aus, die mit Gas als primärem Energieträger beheizt werden.
  • Im Jar 2012 war Gas mit 50 % der Energieträger mit den größten Anteilen – bis 2024 sank dieser Anteil auf unter 4 % - Gas verliert rapide an Bedeutung im Neubau.
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Kernaussagen Abb. 28

  • Die Anzahl der Baugenehmigungen von Wohneinheiten ist seit 2021 stark rückläufig und fiel von ca. 328.500 (2021) auf rund 171.600 (2024), was einem Rückgang von 48 % entspricht.
  • Trotz des Rückgangs der Genehmigungen blieb die Zahl der Baufertigstellungen bis 2023 relativ konstant, erreichte jedoch im Jahr 2024 ihren niedrigsten Stand des betrachteten Zeitraums.
  • Seit 2023 zeigt sich ein rückläufiger Trend beim Bauüberhang, da im betrachteten Zeitraum erstmals mehr Baufertigstellungen als Baugenehmigungen verzeichnet wurden.

1.4 Nichtwohngebäude

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Kernaussagen Abb. 29

  • Seit 1993 hat sich die Anzahl der fertiggestellten beheizten Nichtwohngebäude mehr als halbiert – 2024 wurden knapp 9.600 beheizte Nichtwohngebäude gebaut.
  • 2011 lag die Zahl der fertiggestellten Nichtwohngebäude bei rund 28.500 – im Jahr 2024 bei rund 21.200.
  • Die Anzahl der abgerissenen Nichtwohngebäude ist über die Jahre signifikant zurückgegangen – 1995 lagen diese bei ca. 21.000, 2024 wurden nur noch 6.700 Nichtwohngebäude abgerissen.
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Kernaussagen Abb. 30

  • Die jährlich fertiggestellte Nutzfläche in Nichtwohngebäuden ist von 36,4 Mio. m2 (1993) auf 24,3 Mio. m2 (2024) gesunken – ein Rückgang von 33 %.
  • Entsprechend dazu ging die abgerissene Nutzfläche in Nichtwohngebäuden von 9,5 Mio. m2 auf 3,93 Mio. m2 zurück.
  • Der Abgang von insgesamt 3,93 Mio. m2 Nutzfläche entspricht außerdem dem niedrigsten Wert im Betrachtungszeitraum.
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Kernaussagen Abb. 31

  • Die häufigsten Auftraggeber beim Neubau von Nichtwohngebäuden sind Unternehmen: Im Jahr 2024 lag die Anzahl der durch Unternehmen beauftragten Nichtwohngebäude bei rund 13.000 Fertigstellungen.
  • Die Fertigstellungen durch das produktive Gewerbe sind seit 2001 von 7.246 auf 3.480 gesunken - ein Rückgang von 52 %.
  • Der Anteil von privaten Bauherren an allen fertiggestellten Nichtwohngebäuden ist auf 25 % angestiegen: Die privaten Bauherren stellen 2024 die größte Anzahl an Nichtwohngebäuden fertig.
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Kernaussagen Abb. 32

  • Die am häufigsten fertiggestellten Nichtwohngebäude sind Warenlagergebäude – 2024 erreichen diese einen Anteil von 24 % an den fertiggestellten Nichtwohngebäuden.
  • Die Anzahl der fertiggestellten Büro- und Verwaltungsgebäude sank von 3.172 (2001) auf 1.514 (2024), während die Zahl der Fabrik- und Werkstattgebäude von 5.562 auf 2.474 zurückging.
  • Die Nutzungsarten mit den niedrigsten Baufertigstellungen waren Anstaltsgebäude mit 456 Gebäuden sowie Hotels und Gaststätten mit insgesamt 565 Gebäuden.
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Kernaussagen Abb. 33

  • Dynamischer Anstieg bei Wärmepumpen: Ihr Anteil steigt 2024 auf 39,7 % und ist die am häufigsten verwendete Heizungsart im Neubau von Nichtwohngebäuden.
  • Der Anteil von Gasheizungen im Vergleich zum Vorjahr sank um 7,2 Prozentpunkte auf 24,1 % - auch Öl macht im Vergleich nur noch einen geringen Teil aus (1,5 %).
  • Der Anteil von Fernwärme nahm im betrachteten Zeitraum deutlich zu. 1993 wurden noch 0 % der fertiggestellten NWGs mit Fernwärme beheizt – 2024 sind es 15,4 %.
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Kernaussagen Abb. 34

  • Die Verteilung der Energieträger in Nichtwohngebäuden ist stark von der Nutzungsart des Gebäudes abhängig – die höchsten Anteile an erneuerbaren Energien bei ihrer Beheizung weisen mit jeweils über 50 % die Handelsgebäude, Anstaltsgebäude sowie die Büro- und Verwaltungsgebäude auf.
  • Der höchste Anteil fossiler Energieträger findet sich hingegen mit rund 26 % bei Hotels und Gaststätten – mit über 22 % kommen danach Anstaltsgebäude sowie Fabrik- und Werkstattgebäude.
  • Landwirtschaftliche Betriebsgebäude sind mit bis zu 92 % am häufigsten unbeheizt – darauf folgen Sonstige nicht landwirtschaftliche Betriebsgebäude mit 86 % und Warenlagergebäude mit 67 %.
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Kernaussagen Abb. 35

  • Die größte durchschnittliche Nutzfläche je fertiggestelltes Nichtwohngebäude liegt mit 2.046 m2 bei den Büro- und Verwaltungsgebäuden – gefolgt von den Anstaltsgebäuden mit 1.932 m2.
  • Die geringste Nutzfläche je fertiggestelltes Nichtwohngebäude entfällt mit etwas über 600 m2 auf landwirtschaftliche und sonstige nicht landwirtschaftliche Betriebsgebäude.
  • Die durchschnittliche Fläche aller fertiggestellten Nichtwohngebäude liegt bei knapp 1.150 m2.
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Kernaussagen Abb. 36

  • Die Anzahl der Abrisse von Nichtwohngebäuden lag 2024 bei etwa 6.700 Gebäuden.
  • Den größten Anteil hatten dabei Gebäude, die zwischen 1949 und 1978 erbaut wurden – diese kommen auf einen Anteil von 29 %.
  • Der Anteil an abgerissenen Nichtwohngebäuden, die bis 1978 erbaut wurden, liegt bei 48 % – das ist deutlich weniger als bei Wohngebäuden, wo der Wert bei 75 % liegt.
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Kernaussagen Abb. 37

  • Eine Nutzungsänderung war der häufigste Grund für den Abriss von Nichtwohngebäuden - in 63 % der Fälle war dies der Grund.
  • Den zweitgrößten Anteil mit 14 % hatte der Ersatzneubau von Wohngebäuden – der Ersatzneubau von Nichtwohngebäuden hatte einen Anteil von 13 %.
  • Die Schaffung von Freiflächen war für 5 % aller Abrisse verantwortlich.
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Kernaussagen Abb. 38

  • Sowohl bei beheizten als auch bei unbeheizten Nicht­wohngebäuden ist seit 2012 ein rückläufiger Trend erkennbar – die Anzahl der Baugenehmigungen für be­heizte und unbeheizte Nichtwohngebäude sank um 28 %.
  • Die Zahl der Baugenehmigungen für Nichtwohngebäude lag im Jahr 2024 bei rund 21.800 – sie teilt sich in rund 9.400 beheizte Nichtwohngebäude und rund 12.500 unbeheizte Nichtwohngebäude auf.
  • Dabei gingen die Baugenehmigungen um 8 % im Vergleich zum Vorjahr zurück – besonders stark war der Rückgang mit 10 % bei den beheizten Nichtwohngebäuden.
  • Seit 2021 zeigt sich ein deutlicher Rückgang bei den Baugenehmigungen von beheizten Nichtwohngebäuden – der Rückgang betrug 29 %.
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Kernaussagen Abb. 39

  • Im Jahr 2024 wurde beinahe jedes zweite genehmigte Nichtwohngebäude mit einer Wärmepumpe geplant. Der Anteil der Wärmepumpen hat sich somit von 2019 bis 2024 mehr als verdoppelt.
  • Der Anteil von Gas ging im selben Zeitraum von 45 % auf 12 % zurück.
  • Damit lag 2024 der Anteil der Wärmepumpen bei den Baugenehmigungen mit 52 % deutlich über dem Anteil an den Baufertigstellungen mit 40 %.

Kapitelverzeichnis

Grafik, Darstellung von drei Gebäuden in unterschiedlichen Blautönen vor orangefarbenem Hintergrund.

Kapitel 2: Baustoffe

Kapitel 2 des Gebäudereports 2026 liefert eine Aufstellung zu verwendeten Baustoffen in Wohn- und Nichtwohngebäuden. Darüber hinaus finden sich hier aktuelle Absatzzahlen im Bausektor.

Mehr erfahren
Grafik, Fassade eines modernen Gebäudes mit vertikalen, gelben Lamellen vor blauem Himmel.

Kapitel 3: Gebäudetechnik

In Kapitel 3 des Gebäudereports 2026 werden die Absatzzahlen verschiedener Wärmeerzeuger analysiert und ein genauerer Blick auf den Ausbau von Batterieleistung und Photovoltaik-Anlagen an Gebäuden geworfen.

Mehr erfahren
Grafik, drei Windräder vor einem Strommast mit Hochspannungsleitungen und einem gelben Gebäude mit Solarpanel auf dem Dach.

Kapitel 4: Energie

Kapitel 4 des Gebäudereports 2026 gibt einen Überblick über den gesamten Energieverbrauch in Deutschland sowie über die Entwicklung und Zusammensetzung des Verbrauchs von Wärme und Strom.

Mehr erfahren
Grafik, drei stilisierte Gebäude in unterschiedlichen Höhen, eines davon als schwebendes Haus an einem Seil.

Kapitel 5: Bauwirtschaft und Förderungen

In Kapitel 5 des Gebäudereports 2026 wird die Entwicklung der Bauwirtschaft und den Baukosten dargestellt. Zudem werden die Daten zu den Förderungen im Gebäudebereich aufgeschlüsselt.

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Grafik, Darstellung von zwei hohen, rechteckigen Schornsteinen und einem Gebäudeteil vor orangefarbenem Hintergrund.

Kapitel 6: Dekarbonisierung

In Kapitel 6 des Gebäudereports 2026 werden die Treibhausgasemissionen in den jeweiligen Sektoren und die Entwicklung der Treibhausgasemissionen dargestellt. Zudem werden Abbildungen für die Zielerreichung aufgeführt.

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