Der Gebäudesektor ist einer der größten Ressourcenverbraucher und Abfallerzeuger in Deutschland. Gleichzeitig birgt der Gebäudebestand ein enormes Potenzial als Rohstofflager: Materialien können erhalten, wiederverwendet und in neue Nutzungskreisläufe überführt werden.
Die Kreislaufwirtschaft setzt genau hier an und verbindet Klimaschutz, Ressourcenschonung und wirtschaftliche Perspektiven. Entscheidend sind neue Planungsansätze, transparente Materialinformationen und geeignete Rahmenbedingungen für Rückbau und Wiederverwendung.
Der Themenschwerpunkt zeigt, wie zirkuläres Bauen im Bestand und Neubau umgesetzt werden kann und welche Rolle Politik, Planung und Praxis dabei spielen.
Besonders Kupfer, aber auch EPS-Dämmstoffe und Stahl produzieren viele CO2-Emissionen in der Herstellungsphase mit einem globalen Erwärmungspotenzial von 5 Kilogramm CO2 pro Kilogramm Baustoff. Ein besonders klimafreundlicher Baustoff, der sogar ein negatives Erwärmungspotenzial von 1,47 kg CO2 pro Kilo hat, ist Holz. Der Bausektor in Deutschland produziert nicht nur Emissionen, sondern auch viel Abfall, deutlich mehr als private Haushalte. Doch während es bei privaten Haushalten seit dem Jahr 2000 kaum Fortschritte bei der Müllreduktion ist dieser im Bausektor gesunken. Jedoch gab es besonders bis 2006 eine schnelle Verringerung des Bauabfalls, seit diesem Jahr stagniert die Bauabfallmenge weitgehend.
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Der Bericht zur Kreislauffähigkeit im Gebäudesektor zeigt Potenziale, Herausforderungen und politische Handlungsfelder. Er macht deutlich, wie durch Materialtransparenz, Planungsansätze und Marktanreize Ressourcen geschont und Emissionen reduziert werden können. Gleichzeitig werden Empfehlungen formuliert, um Kreislaufwirtschaft im Gebäudesektor zu verankern und wirtschaftliche Chancen zu erschließen.
Regulierung der Kreislaufwirtschaft
Die Kreislaufwirtschaft in Deutschland und Europa wird durch verschiedene Gesetze und Verordnungen reguliert. Auf EU-Ebene bündelt der Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft wichtige Maßnahmen, national ist vor allem das Kreislaufwirtschaftsgesetz relevant.
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Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS)
Mit der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) schafft die Bundesregierung neue Rahmenbedingungen für den Bau- und Gebäudebereich. Für Fachleute bedeutet das: neue Anforderungen aber auch Chancen für eine ressourcenschonende Transformation.
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Kreislauffähige Stadt und Quartiere
Kreislauffähige Städte und Quartiere gestalten Gebäude und Infrastruktur so, dass Materialien lange hochwertig im Kreislauf verbleiben. Ziel ist eine Reduzierung des Ressourcenverbrauchs, die Stärkung lokaler Wertschöpfung und eine erhöhte Klimaresilienz.
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Zirkulärer Rückbau mit System
Mit der DIN SPEC 91484 und DIN SPEC 91525 stehen zwei standardisierte Verfahren zur Verfügung, die das Potenzial von Bauprodukten für die Wiederverwendung identifizieren und Schritte für die konkrete Anschlussnutzung definieren.
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Biobasierte Klebstoffe und Beschichtungen
Klebstoffe und Beschichtungen sind oft unsichtbar, für die Bauwirtschaft aber unverzichtbar. Biobasierte Lösungen senken den ökologischen Fußabdruck und unterstützen eine kreislauforientierte Materialstrategie, bei vergleichbarer Leistungsfähigkeit.
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Qualitätssicherung beim kreislaufgerechten Bauen
Zirkuläre Prinzipien sollten über den gesamten Gebäudelebenszyklus hinweg strukturiert umsetzt werden. Mehrere Checklisten zur Kreislaufwirtschaft im Bauwesen bündeln prüfbare Anforderungen für Auftraggebende, Planende und Ausführende.
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Zirkuläre Geschäftsmodelle in der Sanierung
Zirkuläre Gebäudesanierung entsteht im Zusammenspiel von Technik, Finanzierung, Nutzung und digitalen Infrastrukturen. Innovative Geschäftsmodelle wie serielles Sanieren oder Product-as-a-Service helfen dabei, zirkuläres Sanieren strategisch zu denken.
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Weitere Fachinhalte
Alle Fachinhalte zu Kreislaufwirtschaft und zirkulärem Bauen können im entsprechenden Themenbereich abgerufen werden:
zum Themenbereich „Kreislaufwirtschaft und zirkuläres Bauen"
Artikel aus dem Newsletter
Im Alltag Energie sparen: Was Energieberatende tun können
Für eine erfolgreiche Energiewende muss sich der Verbrauch im Gebäudesektor reduzieren. Energieberatende können Kundinnen und Kunden dabei auch unterstützen, im Alltag sparsamer mit Energie umzugehen, und Strategien für mehr Suffizienz vorschlagen.
zum Artikel
Downloads
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Praxishilfen
Kreislauffähigkeit in der seriellen Sanierung
Der Empfehlungskatalog zeigt, wie Kreislauffähigkeit systematisch in die Planung integriert werden kann. Zusätzlich gibt er praxisnahe Impulse für die Planung, Umsetzung und Weiterentwicklung serieller Sanierungslösungen.
Stand: Februar 2026
PDF
645 KB
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Studien & Berichte
Kreislaufstadt – Kommunale Kreislaufwirtschaft strategisch und gemeinschaftlich umsetzen
Dieser Bericht nimmt die Rolle der Kommunen in der Transformation zur Kreislaufwirtschaft in den Blick und zeigt, wie Kommunen diesen Wandel gestalten können. Er beleuchtet dabei die Bandbreite zwischen einzelnen Pilotprojekten und umfassenden Strategien.
Stand: September 2025
PDF
852 KB
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Leitfäden
A wie Zirkulär – Ein Leitfaden zum Planen und Bauen im Kreislauf
Der Leitfaden gibt einen Einblick, welche Chancen das zirkuläre Planen und Bauen birgt, aber auch, welche Herausforderung noch existieren. Weiterhin liefert er wertvolle Anregungen durch wegweisende Praxisbeispiele im In- und Ausland.
Stand: November 2024
PDF
7 MB
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Studien & Berichte
Geschäftsmodelle für zirkuläres Bauen und Sanieren – Die Rolle innovativer Geschäftsmodelle in der Transformation des Bausektors
Die dena-Studie bietet einen fundierten Einblick in die zirkuläre Transformation des Bausektors und beleuchtet den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden sowie Geschäftsmodelle und Praktiken, die eine zirkuläre Zukunft in der Bauindustrie ermöglichen.
Stand: November 2023
PDF
1 MB
barrierefrei
Tools
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Toolbox
Gebäude-Klimarechner
Mit dem Tool können Immobilienbesitzende oder Projektverantwortliche mit wenigen Angaben die klimarelevanten Daten eines Gebäudes errechnen, dann verschiedene Umbau- oder Ersatzneubau-Szenarien wählen und die Gesamtwirkung der Entscheidungen vergleichen.
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Toolbox
eLCA – Online-Ökobilanztool
Das Online-Tool eLCA des BBSR unterstützt bei der Lebenszyklusanalyse.
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Toolbox
EcoTool
Das EcoTool ermöglicht bereits in der frühen Planungsphase die umfassende Ökobilanzierung eines Bauprojekts.
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Toolbox
Manufacturing Energy Evaluation Tool (MEET)
Mit dem Online-Tool können die potenziellen Energieaufwände und Treibhausgas-Emissionen, die während der Herstellung von Baumaterialien und -komponenten entstehen, bewertet und mit der Betriebsenergie eines Gebäudes verglichen werden.
Passivhaus Institut
Weitere Downloads und Tools
zum Downloadbereich zur Toolbox
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Plattenbau wird Pionierprojekt
Ein unsanierter Plattenbau der 1970er Jahre wurde zum zukunftsweisenden Modell für energieautarke Sanierung mit Low-Tech-Heizsystem, CO₂-freiem Betrieb und kreislauffähiger Bauweise.
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Weitere Best-Practice- und Innovationsbeispiele des Gebäudeforums
zum Best-Practice-Portal
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Noch mehr Zahlen und Daten
Weitere interaktive Diagramme und Grafiken mit aktuellen Zahlen und Daten zum Gebäudebestand in Deutschland sowie zu Wärmeerzeugern und Photovoltaik, Baustoffen, Treibhausgasen, Energieverbräuchen sowie Baukosten und Förderung können dem Gebäudereport 2026 entnommen werden:
Gebäudereport 2026
Themenschwerpunkt: Gebäudereport 2026
Gebäude werden zu aktiven Teilen des Energiesystems. Der Themenschwerpunkt zeigt, wie sie systemdienlich betrieben werden können, Netze entlasten und einen Beitrag zu Klima- und Energiezielen leisten – wirtschaftlich tragfähig und alltagstauglich.
Mehr erfahren
Themenschwerpunkt: Gebäudereport 2026
In diesem Themenschwerpunkt liefert der neue dena-Gebäudereport 2026 in sechs Kapiteln eine Vielzahl an Diagrammen und Karten zum Stand der Energiewende im Gebäudebereich. Ergänzend werden in sieben Analysen spezifische Fragestellungen nochmals vertieft.
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Themenschwerpunkt: Gemeinschaftliche Versorgungslösungen
Gemeinschaftliche Versorgungskonzepte nutzen Synergien im Quartier, erschließen lokale Energiequellen und ermöglichen effiziente und erneuerbare Wärmeversorgung über einzelne Gebäude hinaus. Der Themenschwerpunkt gibt Orientierung für Planung und Praxis.
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Themenschwerpunkt: Gebäudehülle
Mit dem Themenschwerpunkt „Gebäudehülle“ zeigt das Gebäudeforum klimaneutral, wie Dämmung, Luftdichtheit und Materialwahl zusammenwirken und welche Planungsprinzipien und Schnittstellen die Energieeffizienz und Langlebigkeit von Gebäuden sichern.
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Themenschwerpunkt: Wirtschaftlichkeit
Mit dem neuen Themenschwerpunkt „Wirtschaftlichkeit“ zeigt das Gebäudeforum klimaneutral, welche Faktoren bei der Bewertung energetischer Maßnahmen eine Rolle spielen – und welche Instrumente Fachleute bei der Entscheidungsfindung unterstützen können.
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Themenschwerpunkt: Klimaresilienz
Der Themenschwerpunkt „Klimaresilienz" des Gebäudeforums widmet sich klimaresilienten Gebäuden sowie Quartieren und beleuchtet technische, planerische und gestalterische Maßnahmen, den rechtlichen Rahmen sowie unterstützende Werkzeuge für die Praxis.
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Themenschwerpunkt: Klimatisierung
Der Themenschwerpunkt „Klimatisierung" des Gebäudeforums klimaneutral widmet sich der Kälte- und Klimatisierungstechnik. Je nach Gebäudetyp und Nutzung können passive und aktive Systeme zum Einsatz kommen.
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Themenschwerpunkt: Lebenszyklus
Der Themenschwerpunkt „Lebenszyklus" des Gebäudeforums klimaneutral zeigt, wie LCA und Lebenszykluskostenrechnung (LCC) in der Praxis angewandt werden können – und welche Werkzeuge, Datenquellen und Rahmenbedingungen dabei eine Rolle spielen.
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Themenschwerpunkt: Photovoltaik
Der Themenschwerpunkt Photovoltaik des Gebäudeforums geht auf die Entwicklung der Photovoltaik in Deutschland ein, stellt Trends bei der bauwerksintegierten PV vor und beleuchtet die Aspekte Mieterstrom und Energy Sharing.
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Themenschwerpunkt: Effizienz
Der Themenschwerpunkt Effizienz bündelt und verknüpft Fachinformationen aus den Bereichen Gebäudetechnik und Gebäudehülle sowie erneuerbare Energien und Nutzerverhalten.
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