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Prüfung der Heizkörper und Absenkung der Vorlauftemperatur: Heizleistung und -last beachten

Stand: Mai 2026
Foto, Handwerker stellt Thermostatventil an einem Heizkörper in einem Raum mit Holzboden ein.

Für einen effizienten und wirtschaftlichen Betrieb von Wärmepumpen wird eine maximale Vorlauftemperatur für die Raumheizung von 55 Grad Celsius empfohlen.

Um zu prüfen, ob die vorhandenen Heizkörper unter diesen Bedingungen die Wärmeleistung übertragen können, muss für jeden Raum die Heizleistung des oder der Radiatoren mit der raumweisen Heizlast abgeglichen werden. 

Kann ein Heizkörper die Heizlast nicht übertragen, empfiehlt sich ein Austausch oder Vergrößerung der Heizfläche.

Beispielhafte Vorgehensweise bei einem Mehrfamilienhaus

Abgleich von Nennleistung und erforderlicher Heizlast

Die Abbildung zeigt das Vorgehen zur Überprüfung für ein kleines Mehrfamilienhaus mit sieben Wohneinheiten und insgesamt 31 Radiatoren. 

  • Bei den Auslegungstemperaturen zum Zeitpunkt der Errichtung (75/65 Grad Celsius) übertrifft die Nennleistung der Heizkörper in allen Räumen die erforderliche Heizlast.
  • Mit abgesenkten Temperaturen (55/45 Grad Celsius) deckt die Leistung des verbauten Heizkörpers in zwei Räumen nicht die Heizlast – diese müssen getauscht werden.
  • In weiteren fünf Räumen entspricht die Nennleistung der Heizkörper der Heizlast (Punkte auf grauer Linie).

Bei der Prüfung der Heizkörper muss beachtet werden, dass der schlechteste Heizkörper das Temperaturniveau des gesamten Systems bestimmt. Benötigt z.B. der Heizkörper in einem Raum 60 Grad Celsius, die Heizkörper aller anderen Räume aber nur 50 Grad Celsius, muss trotzdem der gesamte Heizkreis mit 60 Grad Celsius betrieben werden.

In dem Fall ist der Austausch dieses Heizkörpers besonders wichtig und wirtschaftlich nützlich, da die Investitionskosten gegenüber den Einsparungen durch Absenkung der Vorlauftemperatur gering sind.

Grafik, Abbildung mehrerer unterschiedlicher Diagrammtypen als Vorschaubild

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Tausch oder Vergrößerung der Heizkörper

Heizkörperaustausch: Temperaturen senken, Strom sparen

Bei kritischen Heizkörpern kann entweder eine andere Art von Heizkörper mit höherer Wärmeübertragungsleistung gewählt oder die Heizkörper vergrößert werden. In alten Gebäuden sind häufig Stahlradiatoren verbaut. Moderne Flachheizkörper haben bei gleicher Größe und gleichen Vor- und Rücklauftemperaturen eine höhere Heizleistung, wobei ein Flachheizkörper Typ 33, der dicker ist als ein Flachheizkörper Typ 22, eine noch größere Leistung aufweist.

Im Beispiel des Mehrfamilienhauses wäre ein Austausch des alten Heizkörpers durch einen modernen Heizkörper ausreichend, um die nötige Leistung auch bei geringeren Temperaturen bereitzustellen. Die folgende Abbildung und Tabelle geben einen Überblick über mögliche Reduzierung und Einsparung bei Austausch eines Heizkörpers. Mit jedem Grad weniger Vorlauftemperatur kann der Stromverbrauch der Wärmepumpe um 1,5 bis 2 Prozent gesenkt werden. Dies ist abhängig von der Höhe der Vorlauftemperatur.

Der gleiche Effekt lässt sich erzielen, wenn eine Flächenvergrößerung gewählt wird: Die Leistung wird durch die größere Übertragungsfläche erhöht und die Vorlauftemperatur kann reduziert werden. Die mögliche Reduzierung der Vorlauftemperatur und Einsparung ist in folgender Tabelle dargestellt.

Grafik, Abbildung mehrerer unterschiedlicher Diagrammtypen als Vorschaubild

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