Im Alltag Energie sparen: Was Energieberatende tun können
Stand: Februar 2026
Klar ist: Für eine erfolgreiche Energiewende muss sich der Verbrauch im Gebäudesektor reduzieren. Energieberatende können Kundinnen und Kunden dabei auch unterstützen, im Alltag sparsamer mit Energie umzugehen, und Strategien für mehr Suffizienz vorschlagen. Einige Tipps im Überblick.
Energieeinsparung im Gebäudebereich braucht mehr als technische Lösungen und bessere Dämmung. So spielt auch das Nutzungsverhalten der Bewohnerinnen und Bewohner eine wichtige Rolle. Stichwort Rebound-Effekt: Trotz einer energetischen Sanierung bleibt der Energieverbrauch nicht selten auf einem gleichbleibend hohen Niveau. Hintergrund ist, dass Bewohnerinnen und Bewohner durch die gesunkenen Kosten weniger achtsam mit Energie umgehen und potenzielle Einsparungen so zunichtegemacht werden.
Suffizienz als weiteres Beratungsfeld
Hier setzt eine Energieberatung an, die Strategien für mehr Suffizienz systematisch mitdenkt. Suffizienz bedeutet dabei im Kern: nur so viel Energie verbrauchen, wie tatsächlich gebraucht wird, und maßvoll mit Ressourcen umgehen. Energieberatende können dabei verschiedene Wege aufzeigen und unterstützen, Einsparziele festzulegen.
Eine effektive Methode ist das Energiemonitoring – etwa mithilfe von Smart Metern oder anderen Messgeräten. Sie machen den Energieverbrauch sichtbar und vermitteln ein Gefühl von Selbstwirksamkeit. Denn: Eine Hürde ist häufig, dass Energieverbräuche nur einmal jährlich ausgewiesen werden. Für Bewohnerinnen und Bewohner ist es dadurch schwer, das eigene Nutzungsverhalten mit der tatsächlichen Verbrauchshöhe in Verbindung zu bringen.
Energiemonitoring: Das ist zu beachten
Energieberatende können dabei unterstützen, ein geeignetes Gerät auszuwählen – denn die Aufbereitung der Daten variiert je nach System. Zentrale Empfehlungen:
- Echtzeit-Feedback ist effektiver als monatliche Berichte, da sich die Auswirkungen konkreter Aktivitäten wie Kochen oder Duschen unmittelbar nachvollziehen lassen.
- Alltagsnahe Metriken – etwa die Übersetzung von Kilowattstunden in Euro oder CO2 – erleichtert Laien den Überblick.
- Vergleichswerte, wie beispielsweise ein Vergleich zur Vorwoche oder zu ähnlichen Haushalten, motivieren zusätzlich.
Unterstützen für nachhaltigen Erfolg
Allerdings: Nicht selten fallen Nutzerinnen und Nutzer in alte Verhaltensmuster zurück, wenn sich der Neuigkeitswert der Technik abnutzt. Je einfacher und motivierender die Nutzung der Messtechnik, desto wahrscheinlicher ist dabei, dass die Verhaltensänderung anhält. Wichtig ist beispielsweise, dass der Monitor im Alltag leicht zugänglich ist. Zudem können regelmäßige Push-Nachrichten an die Einsparziele erinnern.
Weiterführende Informationen
Mehr Informationen finden sich auf der Themenseite „Suffizienz und Nutzerverhalten: Energiebedarf im Alltag" des Gebäudeforums klimaneutral:
Themenschwerpunkt: Gebäude im Gesamtsystem
Gebäude werden zu aktiven Teilen des Energiesystems. In einem Themenschwerpunkt zeigt das Gebäudeforum klimaneutral, wie sie systemdienlich betrieben werden können, Netze entlasten und einen Beitrag zu Klima- und Energiezielen leisten – wirtschaftlich tragfähig und alltagstauglich.