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Steckersolar-Anlagen: Überblick zu Anzahl, Förderung und regionaler Verteilung

Stand: Januar 2026
Foto, Balkon mit montierten Solarpaneelen an einem mehrstöckigen Wohnhaus mit Fenstern.

Offiziell sind aktuell laut Marktstammdatenregister 1,14 Millionen Steckersolar-Anlagen, auch bekannt als Plugin-PV- oder Balkonsolaranlagen, gemeldet. Schätzungen gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer nicht angemeldeter Anlagen aus.

Steckersolar-Anlagen haben mit Stand 3. Quartal 2025 eine eher geringe gemeldete Leistung von 1,13 GWp oder nur 1,6 Prozent der gemeldeten gebäudenahen PV-Leistung, aber da ihre Anzahl so hoch ist, repräsentieren sie rund 21 Prozent aller gemeldeten Solaranlagen in Deutschland. Auch wenn die Leistung im Vergleich zu Großanlangen gering ausfällt, ist sie inzwischen durchaus relevant.

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Regionale Verbreitung

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Steckersolar-Anlagen hat das Gebäudeforum klimaneutral im April 2025 eine Auswertung der regionalen Verteilung von Steckersolar-Anlagen nach Bundesländern und Landkreisen erstellt.

Die Auswertung der Daten zur regionalen Verbreitung von Steckersolar-Anlagen zeigt, dass in Landkreisen durchschnittlich mehr Anlagen pro Einwohner installiert sind als in kreisfreien Städten und Stadtkreisen. Auch wenn die Zahl der Anlagen überall steigt, verläuft der Ausbau in den Städten langsamer. In den 106 kreisfreien Städten waren im Durchschnitt 1,92 MW installiert, in Landkreisen dagegen 3,14 MW – Deutschlands Landkreise haben demnach 63 Prozent mehr Leistung installiert (Quelle: Gebäudeforum-Berechnung mit Marktstammdatenregister-Daten Stand April 2025).

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Förderung in Städten

Es stellt sich die Frage, weshalb die Dichte von Steckersolar-Anlagen in städtischen, von Mieterschaften dominierten Kommunen im Mittel niedriger ist als in überwiegend eigentümergeprägten ländlichen Landkreisen. Im Folgenden wird untersucht, welche Rolle Förderungen in Städten spielen. Insgesamt wurden in 42 der untersuchten Städte keine Förderprogramme gefunden. 15 Städte, in denen Förderprogramme zwischenzeitlich existierten, aber wieder eingestellt wurden – oft aus Geldmangel oder wegen Ausschöpfung der Fördergelder – wurden mit „Nicht mehr verfügbar“ klassifiziert, 49 Städte haben ein Förderprogramm.

Die installierte Bruttoleistung liegt in Städten ohne Förderprogrammen bei durchschnittlich 1,49 MW. In Städten, deren Förderung nicht mehr verfügbar ist, liegt sie bei 1,89 MW, in Städten mit Förderung bei 2,3 MW. In Städten mit Förderprogrammen ist die installierte Steckersolar-Leistung damit um 54 Prozent höher im Vergleich zu solchen ohne. Auch ein Blick auf die Zahl der Anlagen zeigt in den drei Kategorien einen Anstieg der durchschnittlichen Anzahl von 1.548 Anlagen in Städten ohne Förderung auf 1.984 Anlagen in solchen, wo eine Förderung nicht mehr verfügbar ist und auf 2.454 Anlagen in Städten mit aktiven Förderprogrammen. Städte mit Förderung haben 58 Prozent mehr Steckersolar-Anlagen als solche ohne.

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Der Vergleich der beiden größten deutschen Städte Berlin und Hamburg zeigt einen Fördereffekt. Von 2021 bis Mitte 2023 lag die bevölkerungsbereinigte Anzahl an Steckersolar-Anlagen pro 100.000 Einwohner in beiden Städten auf dem etwa gleichen Niveau. Im Februar 2023 jedoch erweiterte die Hauptstadt ihr Förderprogramm „SolarPlus“ um Steckersolar-Anlagen – deren Kauf und Installation wurde fortan mit bis zu 500 Euro gefördert. In den Folgejahren 2024 und 2025 vergrößerte sich der Abstand zwischen Berlin und Hamburg bei der Zahl der registrierten Anlagen zunehmend. 2022 und 2023 lag die Zahl der Steckersolar-Anlagen noch in etwa auf dem gleichen Niveau. 2024 und besonders 2025 hat Berlin seinen Vorsprung ausgebaut – trotz einer Reduzierung der Förderung. Mittlerweile verzeichnet Berlin 28 Prozent mehr Steckersolar-Anlagen pro Einwohner als Hamburg.

Zusammenfassend zeigt sich: Die hier vorgelegten Daten zeigen einen Fördereffekt. Steckersolar kann ein Baustein der Energiewende sein. Trotz gesunkener Anlagenpreise gilt: Förderungen können die Verbreitung beschleunigen, weil sie Anlagen (noch) bezahlbarer machen und sie offensichtlich zumindest zum Teil Nachteile und Hürden für die Installation und Verbreitung von Steckersolar-Anlagen in Städten ausgleichen können.

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Hinweis zur Methodik

Die Recherche ergab, dass keine zentral verfügbaren, umfassenden oder vollständigen Daten zu Förderprogrammen für Steckersolar-Anlagen existieren. Weder Ministerien noch andere bundesweite Stellen oder einschlägige Organisationen führen entsprechende Übersichten. Sofern im Rahmen der Recherche Hinweise auf ein Förderprogramm gefunden wurden, wurde dies in einer separaten Spalte mit „Ja“ kodiert. Als „Nicht mehr verfügbar“ wurden Städte klassifiziert, in denen in der Vergangenheit ein Förderprogramm bestand, das jedoch aus verschiedenen Gründen zwischenzeitlich eingestellt wurde. Mit „Nein“ wurden Städte kodiert, bei denen entweder eine eindeutige Information – in der Regel vonseiten der Kommune, gelegentlich auch aus Lokalmedien – vorliegt, dass keine Förderung besteht, oder bei denen keine Hinweise auf ein bestehendes Förderprogramm ermittelt werden konnten.  

In einzelnen Städten fanden sich bei der Recherche Angebote lokaler Stadtwerke, die als „Förderung“ bezeichnet werden. Diese wurden jedoch nicht als tatsächliche Förderung gewertet und entsprechend kodiert, da die von den Stadtwerken angebotenen Preise für Steckersolar-Anlagen in den meisten Fällen nicht von den auf dem freien Markt üblichen Preisen abweichen.

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