Klimaresilienz auf Quartiersebene beschreibt die Fähigkeit, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen, Schäden zu minimieren und die Lebensqualität der Bewohnenden langfristig zu sichern. Klimaresiliente Quartiere verbinden dabei bauliche, ökologische und soziale Strategien. Zentrale Ansätze sind die Integration grüner und blauer Infrastrukturen, mesoklimatische Maßnahmen sowie eine klimaangepasste Stadtgestaltung.
Ein zukunftsfähiges Quartier entsteht nicht durch das isolierte Abarbeiten von Maßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel verschiedener Lösungen. Synergien werden systematisch erschlossen, Zielkonflikte frühzeitig erkannt und durch Abwägung, Beteiligung sowie kreative Lösungsansätze minimiert. Digitale Werkzeuge und Datenanalysen unterstützen dabei die Abstimmung von Erzeugung, Speicherung und Verbrauch im Quartier.
Daten und Fakten: Synergien und Effekte im Quartier
Außenliegender Sonnenschutz wie Jalousien mit drehbaren Lamellen oder Markisen reduziert den Abminderungsfaktor auf bis zu 0,25 und senkt damit den Energiebedarf für Kühlung deutlich. Noch effektiver sind Rolläden mit einem Faktor von 0,30, während helle Vorhänge mit 0,76 nur geringen Schutz bieten.
Die Synergie zwischen Klimaanlagen-Strombedarf und PV-Erzeugung macht deutlich: Zu Zeiten mit hohen Temperaturen und hohem Kühlbedarf steht gleichzeitig viel PV-Strom zur Verfügung. Diese Zeitliche Übereinstimmung von Energiebedarf und -erzeugung ist ein zentraler Hebel für klimaneutrale Quartiere und unterstreicht die Bedeutung integrierter Planung.
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Klimaresilienz auf Quartiersebene bedeutet, dass auf Folgen des Klimawandels reagiert wird, Schäden minimal bleiben und die Lebensqualität der Bewohnerschaft gesichert wird.
Auch energetisch sanierte Gebäude können von Überhitzung betroffen sein. Neben einer guten Wärmedämmung sind daher weitere Maßnahmen wichtig, um Gebäude vor zunehmender Hitze zu schützen und ihr dynamisches Verhalten zu berücksichtigen.
Regenwasser ist nicht nur ein abzuleitendes Abfallprodukt, sondern eine Ressource für Mikroklimatisierung, Hitzeschutz und energetische Gebäudeeffizienz. Die Nutzungsoptionen sind vielseitig: von der Dachbegrünung bis zur Verbesserung des Mikroklimas.
Hitze, Starkregen oder Trockenheit – Der Klimawandel verändert unsere gebaute Umwelt. Resilienz bedeutet, diese Herausforderungen systemisch zu begreifen – und gemeinsam auf mehreren Ebenen integrative Lösungen zu entwickeln.
Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V.
In unserem 2021 veröffentlichten BDB-Klimabauplan haben wir uns klar festgelegt: Neubau darf nur noch klimaneutral, besser „klimapositiv“, sowie ressourcenschonend und nachhaltig erfolgen. Gesetzliche…
Das Projekt ist eine Kooperation des BUND Region Hannover mit der Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Umwelt und Stadtgrün. Ziel des Projektes ist die Förderung von Begrünungsmaßnahmen im Stadtgebiet von Hannover.
Klimaschutzagentur Region Hannover
Klimaschutzagentur Region Hannover
Die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover informiert, berät und motiviert Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Kommunen rund um den Klimaschutz. Außerdem bringt sie Akteurinnen und…
Die klimaresiliente Kommune: Konzeptionelle Leitideen
Stadt- und Quartiersentwicklung, Städtebau und Infrastruktur sind zentral vom Klimawandel betroffen, es bedarf zukunftsweisende Lösungen. Die Publikation stellt Lösungsansätze und Handlungsfelder für die resiliente Stadt, Gemeinde oder Kommune vor.
Bundesarchitektenkammer e.V.
Stand: September 2021
PDF254 KB
Bundesarchitektenkammer e.V.
Die Bundesarchitektenkammer e.V. (BAK) vertritt auf nationaler und internationaler Ebene die Interessen von ca. 140.000 Architektinnen, Landschaftsarchitekten, Stadtplanerinnen und Innenarchitekten…
Klima der Zukunft – was bedeutet das für unsere Gebäude?
Diese Podcast-Folge mit dem Klimawissenschaftler Prof. Dr. Latif widmet sich zukünftigen klimatischen Entwicklungen und zeigt auf, dass Bauwerke sowohl im Neubau als auch im Bestand sich auf neue Anforderungen wie Hitze und Schlagregen einstellen müssen.
Deutsches Energieberater-Netzwerk e.V. (DEN)
Deutsches Energieberater-Netzwerk e.V. (DEN)
Das Deutsche Energieberater-Netzwerk e.V. (DEN) ist ein Zusammenschluss von Ingenieuren, Architekten, Planungsbüros, Handwerksmeistern und Technikern. Alle Mitglieder verbindet das gemeinsame…
Die Landeshauptstadt Hannover hat für verschiedene Quartiere energetische Quartierskonzepte erstellt. Durch die Konzepte soll die Entwicklung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz im Quartier angeschoben werden.
Klimaschutzagentur Region Hannover
Klimaschutzagentur Region Hannover
Die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover informiert, berät und motiviert Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Kommunen rund um den Klimaschutz. Außerdem bringt sie Akteurinnen und…
Die Gestaltung von Freiräumen, Grünzügen, Parks, Gärten, Landschaften und Vegetationen leistet einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. Die zweite Ausgabe des Magazins „Terrain“ zeigt spannende Projekte der zeitgenössischen Landschaftsarchitektur.
Bundesarchitektenkammer e.V.
Stand: Juli 2025
PDF8 MB
Bundesarchitektenkammer e.V.
Die Bundesarchitektenkammer e.V. (BAK) vertritt auf nationaler und internationaler Ebene die Interessen von ca. 140.000 Architektinnen, Landschaftsarchitekten, Stadtplanerinnen und Innenarchitekten…
Klimaangepasstes Bauen in Hannover – Pilotprojekt KlimaWohL
Das KlimaWohL-Projekt ist ein innovatives Beispiel, wie Klimaanpassung bei der Entwicklung eines neuen Wohnquartiers systematisch von der Planung über die Bau- bis zur Betrieb-/ Nutzungsphase berücksichtigt werden kann.
Klimaschutzagentur Region Hannover
Klimaschutzagentur Region Hannover
Die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover informiert, berät und motiviert Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Kommunen rund um den Klimaschutz. Außerdem bringt sie Akteurinnen und…
Städte leiden in besonderer Weise unter dem Klimawandel. Dagegen lässt sich planerisch und baulich viel tun. Allerdings entfalten wesentliche Maßnahmen ihre Wirkung erst in voller Stärke, wenn sie quartiersweise gedacht sowie umgesetzt werden.
Die vorliegende Checkliste bündelt die zentralen Handlungsfelder einer klimaangepassten Quartiersentwicklung und richtet sich an alle Akteure, die frühzeitig im Planungsprozess prüfen möchten, ob relevante Klimaanpassungsmaßnahmen berücksichtigt wurden.
Stand: September 2026
PDF286 KBbarrierefrei
Studien & Berichte
Nachhaltige Quartiersentwicklung – Zwischen Klimaschutz, Klimaanpassung und Zukunftsfähigkeit
Die Analyse zeigt, wie nachhaltige Quartiersentwicklung integrativ Klimaschutz, -anpassung und Zukunftsfähigkeit wirksam vereint. Dazu werden Rahmenbedingungen, Maßnahmen sowie Akteure analysiert und daraus Empfehlungen für den Planungsprozess abgeleitet.
Stand: September 2026
PDF3 MB
Studien & Berichte
Klimaangepasste Gebäude – Zukunftssicherheit und Wachstumschance für die Bauwirtschaft
Die Studie untersucht die konkreten ökonomischen und personellen Chancen sowie Bedarfe, die sich aus der Anpassung des Gebäudebestands für die Bauwirtschaft ergeben.
Stand: Juni 2025
PDF1 MB
Praxishilfen
Klimaangepasste Gebäude und Liegenschaften – Empfehlungen für Planende, Architektinnen und Architekten sowie Eigentümerinnen und Eigentümer
Die Umsetzung klimaangepasster Gebäude und Liegenschaften ist eine komplexe Gemeinschaftsaufgabe aller am Bau Beteiligten. Um sie bewusst, ganzheitlich und wirksam zu bewältigen, greift diese Broschüre die Themenfelder und Gestaltungsspielräume auf.
Online-Tool zur Berechnung des sommerlichen Wärmeschutzes nach DIN 4108-2.
Toolbox
Dämmatlas
Der Dämmatlas bietet einen unabhängigen und umfassenden Überblick auf die vielfältigen Möglichkeiten zur Dämmung von Bestandsgebäuden.
IPEG-Institut GmbH
Toolbox
Förderdatenbank
Überblick über aktuelle Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union
Wie lässt sich eine in die Jahre gekommene Plattenbausiedlung in ein lebenswertes, klimaresilientes Quartier verwandeln? Das zeigt die Gartenstadt Drewitz in Potsdam: Über zehn Jahre hinweg wurden hier rund 3.000 Wohnungen energetisch saniert, Flächen entsiegelt und eine großflächige Begrünung quer durch das Quartier geschaffen. Herzstück ist eine nachhaltige Energieversorgung mit Fernwärme aus Power-to-Heat und Solarthermie sowie Photovoltaik im Mieterstrommodell.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Rund 40 Prozent weniger CO2-Ausstoß pro Jahr – und das bei sozialverträglichen Mietpreisen und intensiver Beteiligung der Bewohnerschaft.
Wie wird aus einer Plattenbausiedlung ein Quartier mit mehr Grün, hoher Lebensqualität, nachhaltiger Energieversorgung und Klimaresilienz? Die Gartenstadt Drewitz zeigt, wie es geht.
Straßenbäume können die Lufttemperatur um 1 bis 8 Grad Celsius reduzieren und die Oberflächentemperatur von Asphalt um bis zu 20 Grad Celsius abkühlen.
Kühlende Dachbegrünung mit Potenzial
Noch mehr Zahlen und Daten
Weitere interaktive Diagramme und Grafiken mit aktuellen Zahlen und Daten zum Gebäudebestand in Deutschland sowie zu Wärmeerzeugern und Photovoltaik, Baustoffen, Treibhausgasen, Energieverbräuchen sowie Baukosten und Förderung können dem September-Update des Gebäudereports 2026 entnommen werden:
Der Themenschwerpunkt bietet einen strukturierten Überblick über Kommunikationsprozesse in der Beratung und zeigt, worauf es in der Energieberatung ankommt – von der Vorbereitung des Erstgesprächs bis zur Moderation in Eigentümerversammlungen.
Der Themenschwerpunkt „Qualität am Bau“ bietet einen strukturierten Überblick über Sanierungsprozesse und zeigt, worauf es für effiziente und wirtschaftliche Lösungen ankommt – von der Koordination der Gewerke bis zur fachgerechten Umsetzung.
Der Wärmepumpen-Kompass bietet einen strukturierten Überblick über Planung, Installation, Betrieb und Optimierung von Wärmepumpenanlagen und zeigt, worauf es für einen effizienten und wirtschaftlichen Betrieb ankommt.
Das kostenfreie E-Learning bietet WEG-Beratenden, Immobilienverwaltungen sowie Beiräten Einstieg und Orientierung zu den Rahmenbedingungen der energetischen Sanierung.
Kreislaufwirtschaft im Gebäudesektor erschließt Ressourcen, reduziert Emissionen und stärkt Wertschöpfung. Der Themenschwerpunkt zeigt Ansätze, Instrumente und Praxisbeispiele für zirkuläres Bauen.
Gebäude werden zu aktiven Teilen des Energiesystems. Der Themenschwerpunkt zeigt, wie sie systemdienlich betrieben werden können, Netze entlasten und einen Beitrag zu Klima- und Energiezielen leisten – wirtschaftlich tragfähig und alltagstauglich.
In diesem Themenschwerpunkt liefert der neue dena-Gebäudereport 2026 in sechs Kapiteln eine Vielzahl an Diagrammen und Karten zum Stand der Energiewende im Gebäudebereich. Ergänzend werden in sieben Analysen spezifische Fragestellungen nochmals vertieft.
Gemeinschaftliche Versorgungskonzepte nutzen Synergien im Quartier, erschließen lokale Energiequellen und ermöglichen effiziente und erneuerbare Wärmeversorgung über einzelne Gebäude hinaus. Der Themenschwerpunkt gibt Orientierung für Planung und Praxis.
Mit dem Themenschwerpunkt „Gebäudehülle“ zeigt das Gebäudeforum klimaneutral, wie Dämmung, Luftdichtheit und Materialwahl zusammenwirken und welche Planungsprinzipien und Schnittstellen die Energieeffizienz und Langlebigkeit von Gebäuden sichern.
Mit dem neuen Themenschwerpunkt „Wirtschaftlichkeit“ zeigt das Gebäudeforum klimaneutral, welche Faktoren bei der Bewertung energetischer Maßnahmen eine Rolle spielen – und welche Instrumente Fachleute bei der Entscheidungsfindung unterstützen können.
Der Themenschwerpunkt „Klimaresilienz" des Gebäudeforums widmet sich klimaresilienten Gebäuden sowie Quartieren und beleuchtet technische, planerische und gestalterische Maßnahmen, den rechtlichen Rahmen sowie unterstützende Werkzeuge für die Praxis.
Der Themenschwerpunkt „Klimatisierung" des Gebäudeforums klimaneutral widmet sich der Kälte- und Klimatisierungstechnik. Je nach Gebäudetyp und Nutzung können passive und aktive Systeme zum Einsatz kommen.
Der Themenschwerpunkt „Lebenszyklus" des Gebäudeforums klimaneutral zeigt, wie LCA und Lebenszykluskostenrechnung (LCC) in der Praxis angewandt werden können – und welche Werkzeuge, Datenquellen und Rahmenbedingungen dabei eine Rolle spielen.
Der Themenschwerpunkt Photovoltaik des Gebäudeforums geht auf die Entwicklung der Photovoltaik in Deutschland ein, stellt Trends bei der bauwerksintegierten PV vor und beleuchtet die Aspekte Mieterstrom und Energy Sharing.
Der Themenschwerpunkt Effizienz bündelt und verknüpft Fachinformationen aus den Bereichen Gebäudetechnik und Gebäudehülle sowie erneuerbare Energien und Nutzerverhalten.