Gebäudereport 2026: Gebäudewende als Wachstumschance
Stand: Februar 2026
Der dena-Gebäudereport 2026 zeigt: Trotz Fortschritten werden die Klimaziele im Gebäudebereich erneut verfehlt. Gleichzeitig bestehen Chancen für Wachstum, Beschäftigung und eine beschleunigte Wärmewende.
Der Gebäudesektor verfehlt die Klimaziele weiterhin und liegt mit seinen Emissionen über dem vorgesehenen Zielpfad. Eine Reduktion auf 65 Millionen Tonnen CO2 bis 2030 ist möglich, die Zielerreichung bleibt jedoch ohne kontinuierliche und verlässliche Maßnahmen herausfordernd. Mit dem Gebäudereport 2026 legt die dena zu Jahresbeginn ein umfassendes Nachschlagewerk zum Klimaschutz im deutschen Gebäudebestand vor.
Die Daten zeigen, wo es noch Handlungsbedarf gibt: Mehr als fünf Millionen Heizungen sind älter als 30 Jahre, erneuerbare Energien werden weiterhin zu wenig genutzt und insbesondere der klimafreundliche Wärmepumpenmarkt wächst noch nicht schnell genug. Während der Speichermarkt 2025 stabil zulegt, verlor der Ausbau von Dach-Photovoltaik deutlich an Tempo.
Konjunkturimpuls durch Baubranche möglich
Der Gebäudesektor sichert rund 3,7 Millionen Arbeitsplätze, vor allem in Handwerk, Industrie und Handel, und ist damit ein wichtiger Pfeiler für die Beschäftigung in Deutschland. Zugleich blieb 2024 die Neubautätigkeit deutlich rückläufig. Erste strukturelle Veränderungen zeigen sich jedoch beim Bauüberhang, also der Zahl der genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen. Nach dem Höchststand von rund 858.000 Wohneinheiten im Jahr 2022 ging dieser 2024 auf 736.000 Wohneinheiten spürbar zurück.
Das Marktpotenzial im Gebäudebestand ist weiterhin hoch. Die 2024 im Vergleich zu 2023 gestiegene Zahl geförderter Energieberatungen auf insgesamt 163.872 Wohn- und Nichtwohngebäude unterstreicht, dass energetische Sanierung an Bedeutung gewinnt. Sie kann zu einem wichtigen Konjunkturimpuls werden, Beschäftigung sichern und zugleich das Vorankommen der Wärmewende im Bestand beschleunigen.
Dach-PV verliert Tempo, Solarstromspeicher boomen
Der Zubau von Dach-PV ließ 2025 deutlich nach. Mit 6,2 Gigawatt neu installierter Leistung bis September ist er weiterhin hoch, bleibt aber deutlich hinter den Rekordjahren 2023 und 2024 zurück. Gleichzeitig zeigt der Speichermarkt ungebrochene Dynamik: Immer mehr Eigenheimbesitzende installieren Solarstromspeicher, um ihren Solarstrom besser selbst nutzen zu können. Bis September wurden rund 3 Gigawatt-Peak neu installiert, wodurch die gesamte Speicherleistung auf etwa 15,6 Gigawatt stieg.
Wärmepumpe im Bestand holt auf
Der Gebäudereport enthält auch Zahlen zur Verbreitung von Wärmepumpen im Gebäudebestand. Seit 2019 hat sich ihr Anteil im Bestand nahezu verdoppelt und lag 2024 bei 4,3 Prozent. Während Wärmepumpen im Neubau bereits weitgehend etabliert sind, liegt die zentrale Herausforderung im deutlich größeren Gebäudebestand. Obwohl der Anteil im Bestand noch gering ist, zeigt die Entwicklung der vergangenen 25 Jahre: Kein anderes Heizungssystem ist prozentual so stark gewachsen wie die Wärmepumpe.
Interaktive Diagramme und Download
Der Gebäudereport 2026 gliedert sich in sechs Kapitel: Gebäudebestand und Bautätigkeit, Baustoffe, Gebäudetechnik, Energie, Bauwirtschaft und Förderungen sowie Dekarbonisierung. Alle Diagramme des dena-Gebäudereports 2026 stehen auf der Website des Gebäudeforums in digitaler Form zur Verfügung. Die digitalen Diagramme ermöglichen interaktive Anpassungen an den dargestellten Daten, weiterhin gibt es für alle Diagramme eine Exportfunktion: entweder als Bilddatei im PNG- sowie SVG-Format oder als Rohdaten in Form von CSV-Dateien.
Ergänzend werden auf der Website in sieben vertiefenden Analysen noch einmal spezifische thematische Fragestellungen vertieft.
Zudem besteht die Möglichkeit, den Gebäudereport 2026 als PDF-Datei herunterzuladen.
Interaktive Diagramme und vertiefende Analysen
Download als PDF
dena-Gebäudereport 2026 – Zahlen, Daten, Fakten zum Klimaschutz im Gebäudebestand
Der Gebäudereport 2026 fasst die aktuelle Datenlage zum Gebäudebestand in Deutschland zusammen, unterteilt in Kapiteln zum Gebäudebestand und Bautätigkeit, zu Baustoffen, Gebäudetechnik, Energie, Bauwirtschaft und Förderungen sowie Dekarbonisierung.