Kreislauffähige Stadt (auch Circular City oder Zirkuläre Stadt genannt) und kreislauffähiges Quartier sind stadtplanerische Konzepte, die auf der Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) basieren.
Ziel ist es, den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und möglichst geschlossene Stoff- und Energiekreisläufe in der Stadt bzw. im Stadtteil zu schaffen.
Damit wird ein Gegenmodell zur linearen Wirtschaftsweise („nehmen – nutzen – entsorgen“) verfolgt.
Grundprinzipien einer kreislauffähigen Stadt
Grundprinzipien einer kreislauffähigen Stadt sind unter anderem:
Urban Mining: Gebäude als Materiallager verstehen und systematisch erfassen
Wiederverwendung und hochwertiges Recycling von Baustoffen (z.B. Beton, Holz, Stahl, Ziegel)
Kreislauffähiges Bauen und Sanieren (z.B. Cradle to Cradle, reversible Konstruktionen, sortenreiner Rückbau)
Sharing-Modelle (z. B. Carsharing, Lastenrad-Sharing, Werkzeugbibliotheken)
Lokale Stoffkreisläufe bei Lebensmitteln, Wasser, Abwärme, Abwasser
Nachhaltige Beschaffung der Stadtverwaltung mit Berücksichtigung kreislauffähiger Produkte
Digitale Materialkataster und Gebäudepässe zur systematischen Dokumentation verbauter Materialien
Die hier zusammengestellten Ressourcen liefern praxisnahe und strategische Hilfestellungen, um die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) in Städten und Kommunen zu unterstützen. Sie richten sich an Kommunalverwaltungen, politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, Bauämter sowie Planende und Projektverantwortliche. Sie unterstützen bei der strategischen Ausrichtung und der praktischen Umsetzung zirkulärer Ansätze.
Nationale und überregionale Leitfäden und Blueprints
Interaktiver Leitfaden mit Maßnahmenbausteinen für Kommunen in den Bereichen Beschaffung, zirkuläres Bauen und Abfallvermeidung. Der Wegweiser bietet einen strukturierten Einstieg in operative Umsetzungsprozesse auf kommunaler Ebene.
Strategischer Leitfaden und Baukasten zur Entwicklung kommunaler Kreislaufstrategien mit Bezügen zur Agenda 2030 und zu Governance-Strukturen. Adressiert politische sowie verwaltungsseitige Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger.
Praxishandreichung mit Checklisten und Umsetzungshinweisen für zirkuläres Bauen. Sie richtet sich insbesondere an Projektverantwortliche und Bauämter auf Landes- und kommunaler Ebene.
Leitfaden für Planende, insbesondere Architektinnen und Architekten sowie Ingenieurinnen und Ingenieure, mit technischen und regulatorischen Hinweisen.
Landesinitiativen und staatliche Unterstützungsprogramme
Auf Landesebene bestehen verschiedene Initiativen und Programme zur Unterstützung der Kreislaufwirtschaft auf kommunaler Ebene. Der Schwerpunkt liegt dabei in der landesspezifischen Unterstützung und praktischen Förderung der Kreislaufwirtschaft auf kommunaler Ebene in Deutschland – mit einem klaren Fokus auf Umsetzung, Finanzierung und konkrete Handlungsfelder wie Abfallvermeidung, Wiederverwendung und insbesondere zirkuläres Bauen.
Förderprogramm mit begleitenden Materialien und Pilotprojekten zur Umsetzung zirkulärer Ansätze in nordrhein-westfälischen Kommunen. Das Angebot umfasst Förderinstrumente sowie praxisorientierte Unterstützungsformate.
Arbeitshilfen zur kommunalen Abfallvermeidung und Wiederverwendung im Rahmen landesspezifischer Angebote. Sie adressieren insbesondere Gemeinden und Kreisverwaltungen.
Überblickspublikationen und Hintergrundanalysen, die landesspezifische Strategien und Politikansätze zur Kreislaufwirtschaft einordnen und übertragbare Handlungsempfehlungen aufzeigen.
Dieser Abschnitt bündelt stadt- und quartiersspezifische Ansätze zur Umsetzung von Zero-Waste-Strategien und Kreislaufwirtschaft auf lokaler Ebene. Der Fokus liegt auf Abfallvermeidung, Stoffstrommanagement im Quartier, nachhaltiger Beschaffung und integrierten städtischen und regionalen Konzepten.
Praxisleitfaden für Quartiersentwicklerinnen und Quartiersentwickler sowie Planende mit Schwerpunkt auf Stoffstrommanagement, Abfallvermeidung und lokaler Infrastruktur.
Kommunales Zero-Waste-Konzept mit Leitlinien für Flächenvergabe und einem ökologischen Kriterienkatalog, der unter anderem für Vergabeverfahren und die städtische Grundstückspolitik herangezogen wird.
Die Strategie orientiert sich am EU-Kreislaufwirtschaftsaktionsplan, an der Deutschen und der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie sowie an den Klimazielen der Münchner Klimasatzung, die Klimaneutralität der Stadtverwaltung bis 2030 und des gesamten Stadtgebiets bis 2035 vorsehen.
Leitfaden zur nachhaltigen Beschaffung mit integrierten Kreislauffähigkeitskriterien sowie Studien zu zirkulären Potenzialen auf städtischer Ebene. Die Materialien richten sich insbesondere an Beschaffungsstellen und Verwaltungseinheiten.
Regionale Umsetzungserfahrungen mit einem interaktiven Leitfaden zur Förderung interkommunaler Zusammenarbeit und zur Entwicklung pragmatischer Umsetzungsbausteine.
Verschiedene Kommunen, darunter Köln, haben Zero-Waste-Konzeptbestandteile und lokale Aktionspläne entwickelt, die als Referenz für vergleichbare Vorhaben dienen können.
Leitfaden mit Formulierungsbeispielen zur Integration von Kreislaufkriterien in Vergabeverfahren für Bauleistungen und Produkte. Er richtet sich an kommunale Beschaffungsstellen und Vergabeverantwortliche.
Broschüren und Handlungsempfehlungen mit Praxisprinzipien für kreislauffähige Städte und Quartiere. Sie können als Orientierungsrahmen für kommunale Strategiepapiere dienen.
Technische Anleitung zur Bewertung und Nutzung wiederverwendbarer Bauteile. Adressiert werden unter anderem Bauämter, Prüfingenieurinnen und Prüfingenieure sowie Planende.
Diese Inhalte können nicht angezeigt werden, da die Marketing-Cookies abgelehnt wurden. Klicken Sie
hier, um die Cookies zu akzeptieren und den Inhalt anzuzeigen!
Ausgewählte Downloads
Studien & Berichte
Kreislaufstadt – Kommunale Kreislaufwirtschaft strategisch und gemeinschaftlich umsetzen
Dieser Bericht nimmt die Rolle der Kommunen in der Transformation zur Kreislaufwirtschaft in den Blick und zeigt, wie Kommunen diesen Wandel gestalten können. Er beleuchtet dabei die Bandbreite zwischen einzelnen Pilotprojekten und umfassenden Strategien.
Stand: September 2025
PDF852 KB
Leitfäden
Zirkuläres Bauen erfolgreich gestalten
Der Leitfaden richtet sich an Entscheidungstragende, Bauverantwortliche und Planende, die ein Umfeld für kreislauffähiges Bauen schaffen bzw. zirkuläre Bauvorhaben erfolgreich umsetzen möchten. Ergänzt wird er durch Textbausteine und PDF-Checklisten.
Stand: Oktober 2024
PDF4 MB
Leitfäden
A wie Zirkulär – Ein Leitfaden zum Planen und Bauen im Kreislauf
Der Leitfaden gibt einen Einblick, welche Chancen das zirkuläre Planen und Bauen birgt, aber auch, welche Herausforderung noch existieren. Weiterhin liefert er wertvolle Anregungen durch wegweisende Praxisbeispiele im In- und Ausland.
Stand: November 2024
PDF7 MB
Leitfäden
Leitfaden zur Wiederverwendung tragender Bauteile
Der Leitfaden gibt Antworten auf technische Fragen zur Wiederverwendung gebrauchter Holz- und Stahlbauteile und bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Untersuchung. Damit zeigt er einen technisch sauberen und sicheren Weg zur Wiederverwendung auf.
Nachhaltige Quartiere verbinden die Prinzipien von Zukunftsfähigkeit, Klimaschutz und Klimaresilienz, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen zu meistern.
Klimaresilienz auf Quartiersebene bedeutet, dass auf Folgen des Klimawandels reagiert wird, Schäden minimal bleiben und die Lebensqualität der Bewohnerschaft gesichert wird.
Mit der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) schafft die Bundesregierung neue Rahmenbedingungen für den Bau- und Gebäudebereich. Für Fachleute bedeutet das: neue Anforderungen aber auch Chancen für eine ressourcenschonende Transformation.
Um den heutigen Anforderungen an Gebäude wie Wohnqualität, Wirtschaftlichkeit, Dauerhaftigkeit, Umnutzbarkeit und Rückbaubarkeit gerecht zu werden, ist eine vorausschauende und ganzheitliche Planung erforderlich. Verfahren wie die LCA unterstützen dabei.
Das Potenzial der Kreislaufwirtschaft für die Dekarbonisierung des Bausektors kann durch Umsetzung sowie Steigerung zirkulärer Geschäftsmodelle verbessert und durch Wachstum der Kreislaufwirtschaft können sektorale Klimaschutzziele erreicht werden.
Zirkuläre Gebäudesanierung entsteht im Zusammenspiel von Technik, Finanzierung, Nutzung und digitalen Infrastrukturen. Innovative Geschäftsmodelle wie serielles Sanieren oder Product-as-a-Service helfen dabei, zirkuläres Sanieren strategisch zu denken.