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Wechsel zur Wärmepumpe: Ratgeber für das Handwerk

Stand: März 2026
Foto, außenstehende Wärmepumpe mit zwei großen Lüftern an einer Hauswand neben einem Fenster und Pflanzen

Handwerkerinnen und Handwerker spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, im Kundengespräch die Vorteile der Wärmepumpe aufzuzeigen und ein passendes Angebot zu erstellen. Ein neuer Leitfaden bietet jetzt Hilfestellung.

Wärmepumpen funktionieren nur mit Fußbodenheizung, sind im Bestand kaum realisierbar und machen das Heizen viel zu teuer – die Liste der Vorurteile über Wärmepumpen ist lang. Erklärtes Ziel des Leitfadens „Modernisieren mit Wärmepumpe“ des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) ist es daher, diese Mythen zu widerlegen und Fachleute dabei zu unterstützen, ein realistisches Bild zu vermitteln. Die 35-seitige Broschüre richtet sich an Handwerkerinnen und Handwerker sowie Planende und begleitet vom Erstgespräch bis zur Erstellung eines Angebots. Enthalten sind praxisnahe Tipps, kurze Erfahrungsberichte sowie zahlreiche QR-Codes zu Erklärvideos, Tools und weiteren Infomaterialien.

Objektaufnahme in fünf Schritten

Neben konkreten Gesprächshilfen für den ersten Kundenkontakt bietet der Leitfaden eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die strukturierte Analyse vor Ort. Diese bildet die Grundlage für ein fundiertes erstes Angebot:

  • Schritt 1: Zunächst ist zu klären, welche Wärmequelle vor Ort sinnvoll ist. Von der Luftwärmepumpe bis zur Grundwasserwärmepumpe stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Die Aufstellbedingungen sind daher umfassend zu prüfen.
  • Schritt 2: Eine professionelle Heizlastermittlung sollte Bestandteil des Angebots sein.Der Leitfaden stellt dafür verschiedene Berechnungsmethoden vor.
  • Schritt 3: Daten zu vorhandenen Heizkörpern sowie die Heizlast pro Raum sind erforderlich, um festzustellen, ob und in welchem Umfang das hydraulische System bei den vorhandenen Heizkörpertypen angepasst werden muss und inwieweit sich die Vorlauftemperatur absenken lässt.
  • Schritt 4: Auch die Werkstoffe bei der Verrohrung sowie der Zustand des Heizungswassers sollten für ein erstes Angebot überprüft werden.
  • Schritt 5: Bei der Planung sollte der Einbau eines Smart Meters geprüft werden. Mit variablen Strompreismodellen können sich größere finanzielle Vorteile ergeben. Darüber hinaus muss in einem letzten Schritt der Rückbau der alten Anlage und die Renovierung des Heizungskellers geplant werden.

Diese systematische Vorgehensweise minimiert Planungsfehler und schafft eine belastbare Grundlage für die Auslegung. Ergänzend enthält der Leitfaden eine umfassende Checkliste für die Angebotserstellung und Hinweise zu staatlichen Förderungen.

Download des Leitfadens

Mehr Informationen finden sich im Leitfaden „Modernisieren mit Wärmepumpe – von der Bedarfsermittlung bis zum Angebot“:

Praxishilfen

Praxisratgeber „Modernisieren mit Wärmepumpe“ (für Handwerker)

Mit diesem Praxisratgeber soll allen Handwerkern und Planern ein Werkzeug an die Hand geben werden, um den Heizungstausch mit Wärmepumpe professionell zu planen und durchzuführen. Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.

Stand: Oktober 2025

PDF 2 MB

Bundesverband Wärmepumpe (BWP): Netzwerkpartner des Gebäudeforums klimaneutral

Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. ist ein Branchenverband mit Sitz in Berlin, der die gesamte Wertschöpfungskette rund um Wärmepumpen umfasst. Im BWP sind über 1.300 Unternehmen der Heizungsindustrie, Handwerksunternehmen, Planungs- und Architekturbüros, Bohrfirmen sowie Energieversorger organisiert, die sich für den verstärkten Einsatz effizienter Wärmepumpen engagieren.

zur Website des BWP

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