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Rapunzel Besucherzentrum

Das Besucherzentrum des Unternehmens „Rapunzel“ möchte nachhaltige Produktion erlebbar machen. Das alles mit einer Kombination aus regionalen Betrieben und Materialien sowie dem KfW 40 Standard.

Projekt

Das neue Besucherzentrum des Unternehmens Rapunzel soll den eigenen Leitsatz „Wir machen Bio aus Liebe“ greifbar machen. Das fängt beim Einsatz nachhaltiger und regionaler Baustoffe sowie Handwerksbetriebe an und zieht sich durch die gesamte Konzeption des Gebäudes. Dieses setzt auf natürliche Beleuchtung und Belüftung und kombiniert ein offenes Raumkonzept mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Durch diese Maßnahmen können lange Transportwege und Emissionen vermieden und Ressourcen bewusst eingesetzt werden.

Dabei glänzt das Gebäude auch von außen mit einem ganz besonderen Auftreten. Der Rapunzelturm samt Krähennest als Ausguck ist von weitem sichtbar. Das alles umschließende Dach besticht durch die versetzten Dachziegel, jeder von ihnen mit einer eigenen Farbnuance. Daran angeschlossen sind ein Märchengarten und Tropenhaus, in welchem die Besuchenden das Wachstum der Kaffeepflanzen bestaunen können.

  • Baustoffe
  • Neubau
  • Nichtwohngebäude
Stand: September 2023

Bautafel:

BAUVOLUMEN
BGF 7560 m²
BRI 31.400 m²

BAUZEIT
10/2019 – 10/2022

ENERGETISCHER ZUSTAND
KfW 40

VERWENDETES MATERIAL
Pfosten Riegel Fassade aus Eiche mit teilweise Lärchenholzverschalung

Dachtragwerk BSH, Dachstuhl und mit Ziegel besetzt

VERWENDETE GEBÄUDETECHNIK
Energieträger: Pellets, Nahwärme und Wärmerückgewinnung aus dem Abgas der Rösterei

Energieumwandlung durch Photovoltaik und Wärmerückgewinnung

Kühlung durch Bauteilaktivierung, Lüftungssystem: natürliche Lüftung mit Nachtkühlkonzept, Versammlungsbereiche und Laden Maschinell mit WRG

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Herausforderungen

Grundlage des Besucherzentrums ist das schwebende, alles umspannende, organisch geschwungene Dachband, die in den Naturraum getreckten Gebäudeflügel sowie die völlig aus Holz gefertigte Wendeltreppe. Diese Treppe, der „Zopf von Rapunzel“, war eine der größten Herausforderung, da sie vom Weinkeller über die Ausstellungsräume bis zur Dachterrasse alle Geschosse miteinander verbindet.

Das Gebäude ist trotz seiner Größe und unterschiedlichen Nutzungen offen und einladend gestaltet und kann so von den Besuchenden gut begangen werden – bis hinaus aufs Dach. In einer interaktiven Ausstellung wird über fairen Handel, Herstellung und nachhaltige Lebensweisen aufgeklärt. Einen Blick in die Praxis ist für alle Interessierten ebenso möglich: Die Röstung und Verarbeitung in der hauseigenen Kaffeerösterei kann live mitverfolgt werden, Bäckerei und Bio-Markt laden zu einem Besuch ein.

Ziele & Erfolge

Die natürlichen Kreisläufe der Natur beachten – das ist der Anspruch des Unternehmens Rapunzel. Jener sollte sich auch in der Architektur widerspiegeln. Eine ökologisch sinnvolle Kreislaufwirtschaft, so wenig Haustechnik wie möglich und weitestgehender Verzicht auf mechanische Klimatisierung. Nachwachsende oder wiederverwertbare Baustoffe wurde, nach Möglichkeit, der Vorzug gegeben.

Nicht nur die lokalen Materialien haben dazu beigetragen, sondern auch die beteiligten Handwerksbetriebe, welche fast ausschließlich aus der unmittelbaren Region stammen. So wird nicht nur die Region unterstützt, sondern auch Emissionen und Ressourcenverbrauch beim Transport reduziert.

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Vernetzung

Der firmeneigene Leitsatz definiert auch das gesamte Bauprojekt: Nachwachsende Baustoffe wie Holz und Ton aus regionalen Quellen kamen zum Einsatz, auf Styropor wurde zum Beispiel bei der Dämmung bewusst verzichtet und dafür recycelter Schaumglasschotter verwendet. Im Besucherzentrum erwartet die Besuchenden ausschließlich Tageslicht. Natürliche Belüftung und Verschattung der tageslichtoptimierten Räume sowie solare Stromgewinnung und Anschluss an das Nahwärmenetz runden das Gesamtbild ab.

Kontakt & Akteure

Foto, Porträt vom Architekten Professor Martin Haas.
Ihr persönlicher Kontakt

Prof. Martin Haas

Architekt
haascookzemmrich STUDIO2050 Stuttgart

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Foto, Nahaufnahme von mehreren Stecknadeln in einer Pinwand, die mit Bindfäden untereinander verbunden sind.
Akteure

KONZEPTION / ARCHITEKTUR haascookzemmrich STUDIO2050 – StuttgartFreiraumplanung Ramboll Studio Dreiseitl - Überlingen

GENERALUNTERNEHMER Gebr. Filgis GmbH & Co. KG

AUSSTELLUNGSKONZEPT/AUSSTELLUNGSGESTALTUNG Atelier Markgraph, Frankfurt/Main

TRAGWERKSPLANUNG Ecoplan Ing. GmbH, Fleischwangen

BAUPHYSIK UMT Umweltingenieure GmbH, Ulm

ENERGIEKONZEPT Transsolar – Stuttgart

BRANDSCHUTZ Tichelmann & Barillas – Darmstadt

HLS Transplan Technik – Bauplanung GmbH, Stuttgart

ELEKTRONIK g+h projektplan GmbH, Eislingen