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Energiesprong am Einfamilienhaus

Ein Ehepaar modernisierte sein Einfamilienhaus in nur neun Monaten gemeinsam mit einem Komplettanbieter. Damit brachten es sein Haus aus dem Jahr 1958 auf den KfW-Effizienzhaus-55-Standard.

Projekt

Das Bauherren-Ehepaar Burger wollte das 1958 erbaute Einfamilienhaus aus Familienbesitz, in dem Karl-Heinz Burger selbst aufgewachsen ist, durch eine Modernisierung zukunftsfähig machen.

Bei der Sanierung kam ein modulares Baukonzept nach dem Energiesprong-Prinzip mit seriell vorgefertigten Elementen zum Einsatz. Das ganzheitliche Konzept umfasst eine Wärmepumpe, eine Photovoltaikanlage und eine neue Fassade mit Zellulose-Einblasdämmung. Es zeichnet sich einerseits durch seine Energieeffizienz aus und konnte anderseits in sehr kurzer Zeit realisiert werden. So erfolgte die serielle Sanierung in nur neun Monaten. Als Resultat konnte das Eigenheim der Burgers auf KfW-Effizienzhaus-55-Standard gebracht werden – das Paar lebt jetzt klimaneutral.

Bei dem Energiesprong-Prinzip handelt es sich um einen Ansatz zum seriellen Sanieren, der ursprünglich aus den Niederlanden stammt. Der Ansatz zeichnet sich dadurch aus, dass Sanierungen im NetZero-Standard in kurzer Zeit umsetzbar und besonders erschwinglich sind.

  • 65% Erneuerbare Energien
  • Sanierung
  • Serielles Sanieren
  • Wärmepumpe
  • Wohngebäude
Stand: Februar 2024

Bautafel:

BAUVOLUMEN
136 m²

BAUZEIT
10/2019-07/2020

BAUKOSTEN
475.000 Euro

ENERGETISCHER ZUSTAND
KfW-Effizienzhaus-55-Standard

Gesamtenergieverbrauch (vor/nach der Sanierung): vorher Haus nicht selbst bewohnt, nachher: 30 kWh/m²/a (1. Bilanzjahr)

Energieerzeugung nach der Sanierung: 34 kWh/m²/a (1. Bilanzjahr)

VERWENDETES MATERIAL
Gebäudehülle:

Fassade: 24 cm Holzständerkonstruktion mit 18 cm Zellulose-Einblasdämmung

Dach/oberste Geschossdecke: Dachstuhl Rückbau und Wiederaufbau mit 16 cm Hanfdämmung WLG 042

Kellerdecke: 6 cm dicke Linitherm-Wärmedämmung WLG 022/023

VERWENDETE GEBÄUDETECHNIK
Heizung und Warmwasser: Luft/Wasser-Wärmepumpe mit 500 l Pufferspeicher und 300 l Trinkwasserspeicher

Lüftung: zentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Energieerzeugung: PV-Anlage mit einer Leistung von 6,93 kWp

Herausforderungen

Die Entscheidung für die Sanierung war von einer emotionalen Verbundenheit zum Elternhaus geprägt, in dem der Bauherr selbst aufgewachsen ist.

Nach der Übertragung durch die Eltern auf das Bauherren-Ehepaar war jenem klar, dass es das Eigenheim zukunftsfähig machen und für die nächsten Generationen erhalten will. Gleichzeitig legte es auch großen Wert darauf, es nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Ziele & Erfolge

Das ursprüngliche Genossenschaftsgebäude ist eines der letzten seiner Art in der Nachbarschaft – und zugleich das erste, das seriell saniert wurde. An dem Gebäude wurden großzügige Grundriss- und Raumveränderungen vorgenommen, die zu einem völlig neuem Wohngefühl beitragen.

Die besonders umweltfreundliche und moderne Zellulose-Einblasdämmung wurde direkt in die Fassade integriert. Diese innovative Dämmmethode ermöglicht es, Unebenheiten im Gebäude durch die Einblasung auszugleichen, während gleichzeitig CO2 durch die Verwendung von biobasierten Dämmstoffen gebunden wird. Es wurde eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und eine zentrale Lüftungsanlage für die Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung als auch eine PV-Anlage eingebaut.

Nach der Sanierung erreicht das neue Effizienzhaus 55 den NetZero-Standard. Mit 4600kWh pro Jahr erzielen Familie Burger sogar einen Überschuss, da ihr Verbrauch bei lediglich 4100kWh liegt. Dieser kann folglich in das Stromnetz eingespeist werden. Darüber hinaus zeichnet sich das Wohngebäude nun bei Hitze im Sommer als auch bei Kälte im Winter durch ein sehr angenehmes Raumklima aus.

Lessons learned

Dank der modularen Bauweise und einem Holzkonstruktionsmodell konnte die Modernisierung schneller als bei herkömmlichen Verfahren durchgeführt werden.

Besonders zufrieden ist der Bauherr mit der Qualität der umgesetzten Maßnahmen. Die realistische Planung ging Hand in Hand mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Insgesamt ist Herr Burger froh, sich für den Weg der Bestandserhaltung mit einem innovativen Modernisierungskonzept entschieden zu haben und das Haus seiner (Groß-)Eltern – mit einer ganz eigenen Gestaltungsnote – neu zu bewohnen.

Akteure

Foto, Nahaufnahme von mehreren Stecknadeln in einer Pinwand, die mit Bindfäden untereinander verbunden sind.
Akteure

UMSETZENDES BAUUNTERNEHMEN Taglieber Holzbau GmbH

BAUHANDWERK Firma Darek

HEIZUNG / SANITÄR Firma Kramer/Mainbernheim

PV-ANLAGE Firma Reichhard

AUSSENPUTZ Firma Rauch