Holzbau: Kompendium für die Praxis
Stand: März 2026
Ob Beton, Stahl oder Holz: Wer mit einem bestimmten Baustoff plant, muss seine spezifischen Eigenschaften genau kennen. Für das Bauen mit Holz bietet der Informationsdienst Holz jetzt ein umfassendes Nachschlagewerk.
Mit der Publikation „Holzbauplanung – Kompendium für die Praxis“ des Informationsdienst Holz erhalten Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Fachplanenden einen fundierten Überblick über die Besonderheiten und Potenziale des Holzbaus. Auf 156 Seiten führt das Werk in die Potenziale des Holzbaus ein und erläutert grundlegende Planungsprinzipien. Die drei Autoren – ein Architekt, ein Bauingenieur und ein Holzbauplaner – verdeutlichen dabei, dass Projekte nur dann wirtschaftlich und qualitätsgesichert umsetzbar sind, wenn sie von Beginn an holzbaugerecht, integrativ und digital geplant werden.
Von Beginn an als Holzbau planen
Holzbaugerecht zu planen bedeutet, bereits im ersten Vorentwurf in Holzbauweisen zu denken. Die gute Nachricht: Eine Umplanung vom Holzbau auf mineralische Bauweisen ist deutlich einfacher als umgekehrt. Im Holzbau werden beispielsweise kürzere Spannweiten, stärkere Decken und geringere Wandstärken angesetzt. Dadurch lässt sich ein Entwurf vergleichsweise einfach in eine Mauerwerks- oder Betonbauweise übertragen.
Integrale Planung als Basis
Im Holzbau ist eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten von Anfang an unerlässlich. Der Hintergrund: Holzbauteile wie Decken, Wände oder Dächer werden meist im Werk vorgefertigt und müssen daher frühzeitig und millimetergenau geplant werden. Spätere Änderungen sind nur mit erheblichem Aufwand oder hohen Zusatzkosten möglich. Zudem übernehmen Bauteile im Holzbau – anders als im klassischen Betonbau – häufig mehrere Funktionen gleichzeitig. Außenwände sorgen beispielsweise für Wärmedämmung und Luftdichtheit und müssen gleichzeitig Leitungen und Steckdosen beinhalten.
Dies erfordert eine präzise Abstimmung zwischen den Gewerken und allen beteiligten Fachleuten. Im Grunde muss also auch die Planung selbst sorgfältig vorgeplant werden. Unterstützend wirken dabei agile Planungsmethoden wie Scrum, Lean Management oder Planungswerkstätten.
BIM als Hilfestellung
Die Planungsmethode BIM folgt der Philosophie „erst digital planen, dann real bauen“. Sie eignet sich grundsätzlich für alle Baustoffe, ist jedoch insbesondere für den Holzbau ideal. Fragestellungen werden frühzeitig detailliert geklärt und in ein digitales 3D-Modell überführt. Dadurch lassen sich Kollisionen und Planungsfehler früh erkennen und nachträgliche Änderungen weitgehend vermeiden.
Download des Kompendiums
Mehr Informationen finden sich im Nachschlagewerk „Holzbauplanung – Kompendium für die Praxis“ des Informationsdienstes Holz.
Holzbauplanung – Kompendium für die Praxis
Diese Veröffentlichung bietet eine detaillierte und umfassende Darstellung relevanter Planungsprozesse, die für die technische und ökonomische Entwicklung von Hochbauprojekten in moderner Holzbauweise erforderlich sind.
Informationsdienst Holz: Netzwerkpartner des Gebäudeforums klimaneutral
Der Informationsdienst Holz ist eine verlässliche Größe, wenn es um die fachgerechte Planung und Anwendung des Baustoffes Holz geht. Er bietet umfassendes Wissen auf seiner Website mit mehr als 70 eigenen Veröffentlichungen zu Entwurf und Konstruktion, Tragwerksplanung, Baustoffen und Bauphysik. Dazu kommt die gefragte Fachberatung Holzbau mit individueller Hilfestellung für Baufachleute.